
Die Zusammenarbeit von Zep und Handicap International begann 1999. Zep wandte sich damals an die Organisation, weil er für ein Titeuf-Album die Prothese eines Kindes zeichnen wollte und nicht wusste wie. Im Jahr 2002 haben sich Zep und Handicap International anlässlich des zwanzigsten Geburtstags von Handicap International wieder zusammengefunden für eine große Sensibilisierungskampagne, deren Maskottchen Titeuf wurde.
Solidarität
Zep: „Ich engagiere mich nicht nur, weil ich Künstler bin. Die von Titeuf angeschnittenen Probleme gehen mich etwas an, sie machen mir Angst, sie empören mich. Titeuf ist in einem Alter, in dem man die Welt verändern möchte. Ich möchte das auch, und ich benutze Titeuf, um das auszudrücken.“
Integration
Zep : „Ich fühle mich angesprochen von der Art und Weise, wie Handicap International mit dem Thema Behinderung umgeht. Im Mittelpunkt steht die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung, ohne Mitleid oder Schuldgefühle von Menschen ohne Behinderung. Titeuf ist nicht netter als andere Kinder. Wenn er einem Menschen mit Behinderung begegnet, macht er sich auch mal über ihn lustig. Er ist wie wir alle. Auch wenn Behinderung alles andere als lustig ist, ist mir das Lachen der Kinder lieber als Gleichgültigkeit.“
Perspektivenwechsel
Zep : „Das Entscheidende ist, den Kindern anhand von Titeuf zu zeigen, dass sie das Recht haben, etwas Inakzeptables abzulehnen. Die Kinder sind empört über das, was geschieht. Ihre Energie und ihr Wille, die Welt zu verändern, sind großartig. Ich habe Lust, daran zu glauben, und auch daran, dass man ihn nicht zwingend verliert, wenn man älter als 12 ist.“
Mit Humor, ohne Taktlosigkeit Zeps Perspektive auf ernsthafte Themen ist nicht leichtfertig. Titeuf fordert uns auf, dem Leiden ins Gesicht zu sehen, aber Mitleid und Arroganz abzulehnen, weil sie mehr Distanz als Nähe schaffen. Er ist ein großartiger Vermittler, um auch ein junges Publikum dafür zu begeistern, sich mit schwierigen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Stand: 07/2006