Entgegen öffentlicher Annahmen ist Diabetes keine „Wohlstands-Krankheit“. Im Gegenteil – derzeit ist ein alarmierend starker Anstieg von Diabetes-Erkrankungen in Entwicklungsländern erkennbar. Der WHO zufolge werden im Jahr 2030 bereits 366 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen sein. Man vermutet, dass sich Diabetes in Entwicklungsländern wesentlich schneller verbreitet als in Industriestaaten (eine Ausweitung von 170% in den nächsten 30 Jahren, verglichen mit einer Ausdehnungsrate von 42%).
Diabetes ist eine behindernde Krankheit und beeinträchtigt die betroffenen Menschen stark. Behandelt man die Erkrankung nicht angemessen, hat das oft schwerwiegende Konsequenzen zur Folge. In Entwicklungsländern verfügen die Gesundheitssysteme jedoch selten über die nötigen Mittel, um Menschen, die an Diabetes leiden, entsprechend zu behandeln. Aus diesem Grund ist es ein besonderes Anliegen von Handicap International die Gesundheitswesen Nicaraguas, der Philippinen und Ostafrikas entsprechend zu stärken. Die Organisation führt unterstützende Trainingsmaßnahmen mit lokalem Gesundheitspersonal durch, um Patienten gezielt zu untersuchen und somit im Krankheitsfall adäquat behandeln zu können. Zudem sollen öffentliche Aktionen in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Problematik schaffen und damit die weitere Verbreitung der Krankheit verlangsamen. Weltweit ist Diabetes die zweithäufigste Ursache für Amputationen. Handicap International bietet deshalb orthopädische Hilfsmittel (Prothesen und Orthesen) sowie Rehabilitationsmaßnahmen für Betroffene an.
2010 profitierten über eine Millionen Menschen auf den Philippinen, in Ostafrika und in Nicaragua von unserem Diabetes-Projekt.
Diabetes ist eine der häufigsten Ursachen für Behinderung weltweit. Es ist eine Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Fälle verdoppelt. Rund 80 Prozent aller Betroffenen leben in Entwicklungsländern.
Diabetes ist Teil eines Teufelskreises. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kann jede zweite Diabetes-Amputation verhindert werden, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird und die Versorgung mit Insulin gesichert ist.
Nicht nur auf den Philippinen hilft Handicap International Menschen mit Diabetes: Inzwischen gibt es Diabetes-Projekte in acht Ländern. Neben den Philippinen in Thailand, Indien, Madagaskar, Kenia, Burundi, Mali und Nicaragua.
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz mit einer Spende unter dem Stichwort DIABETES auf das Konto 595 bei der Bank für Sozialwirtschaft BLZ 70020500 oder spenden Sie online.
Stand 11/2011