Handicap International beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München

Weit über hunderttausend Menschen kamen zum Abend der Begegnung am 12. Mai zu Beginn des ÖKT in die Münchner Innenstadt. Für sie hatten wir am Stand von Handicap International ein künstliches „Minenfeld“ mit vielen anschaulichen Informationen zum Thema Minen und Streubomben vorbereitet. Mit großem Interesse kamen besonders die jungen Kirchentagsbesucher zu uns. Spontan steckten sie auch ihre Kerzen, die zum Ende des Abends verteilt und angezündet wurden, in unser „Minenfeld“ – das so zum leuchtenden Mahnmal für die Opfer explosiver Kriegsreste wurde.

Künstliches Minenfeld mit Kerzen

Spontane Aktion beim ÖKT: Ein Lichtermeer im "Minenfeld" © G. Kaindl

Um neue Hoffnung für die vielen Opfer von explosiver Kriegsreste ging es auch am Samstagabend im Nox-Club auf dem Gelände der Kultfabrik in München: Hier feierte die Gruppe „Menschenrechtler“ um Pfarrer Roland Kühne aus Kempen einen Techno-Gottesdienst – eine zeitgemäße Verbindung von Technosound und Gottesdienst. Für den passenden Sound sorgte DJ JAN MAIWALD von Maiwald Records. Fast 300 Jugendliche kamen, tanzten begeistert zur Techno-Musik, ließen sich aber ebenso auf den Gottesdienst mit seinem belastenden und sehr nachdenklich machenden Inhalt ein – der dringend nötigen Hilfe für Opfer von Landminen und Streumunition.

Gespräch während des Techno-Gottesdienstes

Von lins nach rechts: Siegmund Ehrmann (SPD), Eva Maria Fischer (Handicap International) und Pfarrer Kühne © B. Furchheim

Die Jugendlichen konnten dabei auch eine Unterschrift leisten, um eine umfassende und wirkungsvolle Unterstützung der Opfer bei der Bundesregierung einzufordern. Die fast 300 Unterschriften übergaben Pfarrer Kühne und Eva Maria Fischer von Handicap International zusammen mit einem Brief an Siegmund Ehrmann, Bundestagsabgeordneter der SPD und ihr kirchenpolitischer Sprecher. Siegmund Ehrmann unterstützt die Aktion der "Menschenrechtler" gerne und wird den Brief in dieser Woche in Berlin an seine Adressaten übergeben: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Dirk Niebel, den Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Stand: 18.05.2010

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