Seit über 18 Jahren führt Handicap International regelmäßig Projekte durch, um von Landminen und Streubomben verschmutzte Länder, wie z. B. Mosambik, zu entminen. Die Entminer arbeiten häufig mit perfekt ausgebildeten Spürnasen zusammen. Eine dieser Spürnasen ist Usko, der zusammen mit seinem Herrchen Norberto und Handicap International daran arbeitet, Mosambik bis 2014 vollständig zu entminen.

Usko © F. Drappier/Handicap International
Das Hilfsangebot von Handicap International ist unglaublich vielfältig. Deshalb müssen auch unsere Mitarbeiter Experten auf vielen Gebieten sein. So gehören zu unserem Team nicht nur exzellente Orthopäden, scharf denkende Logistiker und spezialisierte Therapeuten, sondern auch perfekt ausgebildete Spürnasen.
Spürnasen wie Usko, der Schäferhund. Obwohl er erst zwei Jahre alt ist, hat er sich schon einen großen Platz in den Herzen der Einwohner der Provinz Inhambane in Mosambik erobert. Für jeden von ihnen ist Usko ein wahrhaftiger Retter in der Not, denn als Minensuchhund hat er sie mit seiner gut ausgebildeten Nase davor bewahrt, einen Arm oder ein Bein durch explosive Kriegsreste zu verlieren.
Tatsächlich fordern Minen und Streubomben etwa alle zwei Stunden ein Opfer. In über sechzig Ländern verstecken sich noch Millionen dieser Sprengkörper, die in Kriegszeiten ausgelegt oder aus Flugzeugen abgeworfen wurden, aber nicht gleich explodierten. Obwohl der Krieg längst vorbei ist, lauern sie heute noch immer auf Wegen oder Feldern – unsichtbar für ein Kind, das zur Schule geht, oder einen Familienvater, der sein Stück Land bewirtschaftet.
Seit fast 18 Jahren führt Handicap International regelmäßig Projekte durch, um von diesen Waffen verschmutzte Länder, wie z. B. Mosambik, zu entminen. Dort konnten unsere Entminungsteams mit Hilfe der Hunde ihre Leistung in den vergangenen Jahren um 80 % steigern – und das bei voller Sicherheit für alle!

Usko und Norberto bei der Arbeit © DLVT/Handicap International
Die Synergie zwischen Mensch, Hund und Maschine macht die Arbeit so sicher. Maschinen entfernen zuerst das Gestrüpp, dann sind die Hunde an der Reihe. Anders als Metalldetektoren, die auch bei ungefährlichen metallischen Objekten wie Getränkedosen anschlagen, melden die Hunde tatsächlich nur Objekte, die den charakteristischen Geruch nach Sprengstoff aufweisen. So können sie auch
Minentypen aus Kunststoff zuverlässig entdecken, die ein Metalldetektor nicht findet. Nun kann der Entminer das verdächtige Gebiet ganz gezielt absuchen und die Mine schließlich entschärfen.
Um seine Mission zu erledigen und immer auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu sein, ist Usko ganz eng mit seinem Herrchen Norberto verbunden – in der Arbeit wie auch im Leben. Sie kennen sich ganz genau und vertrauen einander vollkommen. Hinzu kommt tägliches Training. Usko arbeitet als Schäferhund von Natur aus gerne und gewissenhaft. Trotzdem ist und bleibt eine Entminung sehr gefährlich. Aber dank der feinen Hundenasen haben wir noch nie einen Unfall erlebt.
In Mosambik verwenden wir diese Methode zur Entminung bereits seit zehn Jahren. Das Land zählt zu den am meist verminten der Welt, soll aber bis 2014 komplett von Minen befreit sein und damit seine Verpflichtungen als Unterzeichner des Vertrags von Ottawa erfüllen.
Stand 07/2011

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