
Ein Minenopfer bei der mühsamen Arbeit auf dem Feld © Suzan Meiselas/Magnum für Handicap International
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann 1945 eine Zeit, die für die Bevölkerung der betroffenen Länder zunächst von Hunger, Unsicherheit und den Folgen der immensen Zerstörungen bestimmt war. Dazu gehörten auch viele Unfälle mit nicht explodierten Überresten des Krieges. Bis heute liegen auch in Deutschland noch zahlreiche solche Relikte wie Granaten oder Bomben. Auf jeder größeren Baustelle treten sie zu Tage. In den meisten Fällen bedeutet die Räumung einen hohen finanziellen Aufwand, aber zum Glück nur selten menschliche Opfer.
In vielen Regionen in Asien, Afrika und in Südosteuropa, die von späteren Kriegen betroffen sind, ist die Bedrohung der Menschen durch solche Kriegsreste extrem – eine Problematik, mit der sich Handicap International in Projekten und Kampagnen seit langem beschäftigt. Eine von Handicap International gebildete Kommission von JuristInnen und MenschenrechtlerInnen hat sich darüber hinaus mit der Frage befasst: Wie kann man den Opfern zu ihrem Recht verhelfen – und die Täter belangen?