
Dam nach seinem Unfall © Handicap International
500.000 Menschen wurden bis heute durch Minen und Blindgänger schwer verletzt und brauchen dringend Unterstützung.
Dam und seine Freunde stoßen beim Honigsammeln auf eine kleine Metallkugel – beim Spielen explodiert sie. Über 25 Jahre nach Ende des Vietnamkriegs fordert wieder ein Blindgänger aus Streubomben ein Opfer. Am ganzen Körper erleidet Dam tiefe Wunden, sein linker Oberschenkel ist gebrochen, die Splitter fügen ihm schwere innere Verletzungen zu.

Genp beim Anlegen ihrer Prothese © Arnaud de Wildenberg
Als Gnep sieben Jahre alt war, trat sie auf dem Weg zum Wasser holen auf eine Mine: "Ich habe auf mein rechtes Bein geschaut – und das war plötzlich gar nicht mehr da! Das war so schrecklich!“ Gnep hat ihr rechts Bein verloren und muss fortan mit einer Prothese leben. Vor dem Unfall wollte sie Tänzerin werden – doch dieser Traum ist brutal geplatzt.
Opfer sind nicht nur die Getöteten oder Verletzten, sondern auch ihre Familien und alle, deren Lebensumfeld durch Minen und Blindgänger bedroht ist.

Rehabilitationsübungen mit einem Minenopfer in Kambodscha © C. Hermann
1997 wurde in Ottawa ein Verbot der Produktion, Lagerung und Verwendung von Anti-Personen-Minen beschlossen. Dafür hat die Internationale Kampagne gegen Landminen den Friedensnobelpreis erhalten. 2010 haben über 150 Länder, darunter Deutschland, den Vertrag unterzeichnet. Ein Erfolg!
2008 wurde in Oslo ein Verbot der Produktion, Verwendung, Lagerung und des Exports von Streubomben unterzeichnet. Er wurde bis 2010 von über 100 Ländern unterzeichnet und tritt am 1. August 2010 in Kraft. Ein Erfolg! Doch:
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich zur Unterstützung der Opfer durch:

Kinder mit Flugblättern zur Minenaufklärung in Angola © Badonnel für Handicap International
Opferhilfe muss viele Aspekte erfassen: