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Vom 1. März bis zum 4. April zeigen Menschen weltweit auf Fotos mit einem hochgeschlagenem Hosenbein ihre Solidarität mit Opfern von Minen und Streumunition und fordern von den USA und allen anderen noch fehlenden Nationen den Beitritt zum internationalen Minenverbot. mehr

Zeig dein Bein 2013: Ein großer Erfolg

Gruppenfoto für eine Welt ohne Minen vor dem Brandenburger Tor © Sascha Bachmann / SODI Mit großen Events am 4. April in Berlin und München ging die Kampagne zuende. Promis, PolitikerInnen und Menschen aus ganz Deutschland engagierten sich mit uns für eine Welt ohne Minen. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!

Du und ich zeigen Bein

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4. April, Berlin und München: Eindrücke von den tollen Events

Diese Auswahl an Bildern spiegelt bereits den Erfolg der Aktionen in Berlin und München zum Abschluss von “Zeig dein Bein” am gestrigen 4. April, dem Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr, wieder. Auf weitere tolle Bilder könnt ihr euch schon freuen!

Zeig dein Bein: Aktionen in ganz Deutschland

Nicht nur in Berlin und München, sondern auch in vielen anderen Städten Deutschlands, fanden im Rahmen von “Zeig dein Bein” Events statt. Den Anfang machte eine Oberhachinger Schule am 12. März. Es folgte eine Veranstaltung in Nürnberg am 19. März. Am 30. März fanden dann Aktionen in Rostock und Augsburg im Rahmen der Ostermärsche der Friedensbewegung statt. Weiter ging es am 3. April mit Infoveranstaltungen in Bremen und Hamburg. Darüber hinaus gab es immer wieder tolle kleine EInzelaktionen, unter anderem fanden sich Gruppen, wie die Nordic Walking Gruppen aus Wertigen, SchülerInnen des St.-Bonaventura-Gymnasiums Dillingen und auch einige TiermedizinerInnen der LMU München für eindrucksvolle “Zeig dein Bein”-Fotos zusammen.

Bei den unterschiedlichen Aktionen wurden zum Beispiel Fotos und Unterschriften gesammelt und vor allem wurden Menschen auf die immer noch aktuelle Bedrohung durch Landminen und Streubomben aufmerksam gemacht.

Fotos von den Veranstaltungen findet ihr hier.

Wir bedanken uns bei allen Aktivistinnen und Aktivisten für ihr tolles Engagement für eine Welt ohne Minen!

Erfolgreiche Events zum Abschluss von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“

Erfolgreiche Events zum Abschluss von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“
Am 4. April, dem internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr, fand die erfolgreiche Kampagne mit Aktionen in Berlin und München ihren Höhepunkt. In den Tagen vorher wurde bei Aktionen in weiteren Städten Deutschlands Bein gezeigt.
Mit einer einfachen Geste – einem hochgeschlagenen Hosenbein – haben 34 Prominente wie Regisseurin Doris Dörrie, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Prinzessin Astrid von Belgien und 55 PolitikerInnen Bein für eine Welt ohne Minen gezeigt und gemeinsam mit fast 50.000 Menschen in einer weltweiten Petition gefordert, dass die US-Regierung endlich dem internationalen Minenverbotsabkommen beitritt. Höhepunkt der internationale Kampagne „Lend Your Leg – Zeig Dein Bein für eine Welt ohne Minen“ war der 4. April – der internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr. Bei Aktionen in Berlin und München präsentierten ab 12 Uhr erfahrene Kampfmittelräumer auf künstlichen „Minenfeldern“ ihre riskante Arbeit. Lebensgroße Tafeln von Minenopfern vor dem Brandenburger Tor mahnten mit eindringlichen Worten als Stellvertreter für über 500.000 überlebende Opfer von Minen und Blindgängern. Vor dem Münchner Rathaus zeigten Regisseurin Doris Dörrie und Bürgermeister Hep Monatzeder gemeinsam mit vielen Münchnerinnen und Münchnern vor einer riesigen einbeinigen Hose ihr Bein. Um 13 Uhr wurde in Berlin die Petition in einer symbolischen Aktion an die US-Botschaft übergeben.

Die Extremkletterer Huberbuam haben sich für die Aktion auf einem Gipfel fotografieren lassen, Doris Dörrie auf Reisen, Prinzessin Astrid in einer Ausstellung von Handicap International in Brüssel; neben dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und Popsänger Sebastian Krumbiegel sind auch Schauspielerin Ulrike Folkerts sowie zwei ihrer Tatort-Kollegen Felix Klare und Hartmut Volle dabei. Alle Fotos der „gezeigten Beine“ wurden auf der Webseite www.zeigdeinbein.de gesammelt, zudem kann dort auch die Petition an die USA unterzeichnet werden, die bereits von fast 50.000 Menschen unterzeichnet wurde und noch fortgesetzt wird. Die Kampagne fordert damit von der US-Regierung, endlich dem Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen beizutreten. 162 Staaten haben dieses 1997 geschlossene Abkommen bereits unterzeichnet.

Doch nicht nur in Deutschland wurde der UN-Minentag begangen. In zahlreichen Ländern fanden ebenfalls Veranstaltungen und Aktionen statt. So wurde im UN-Hauptquartier in New York UN-Generalsekretär Ban Ki-moon – der einer der ersten Unterstützer der Kampagne war und auch „Bein zeigte“ – im Rahmen der gemeinsamen Ausstellung „Für eine minenfreie Welt“ von Handicap International, SODI, medico international und vom Auswärtigen Amt zu einer Rede über die noch immer in bis zu 76 Ländern lauernde Minengefahr erwartet.

Organisationen zeigen Bein für eine Welt ohne Minen

Über Facebook und die Webseite erreichten uns die Bilder von action medeor, Aktion Deutschland Hilft und MISEREOR.

Vielen Dank! Mehr Bilder gibt’s hier!

Zehn Jahre Irak-Krieg: Zivilbevölkerung leidet dramatisch unter Kriegsresten und Waffengewalt

Im Vordergrund ein verrostetes Danger Mines Schild, im Hintergrund 2 Männer

Ein längst verblichenes “Danger Mines”-Warnschild warnt vor explosiven Kriegsresten, die hier möglicherweise schon seit dem Golfkrieg von 1991 liegen. © Xavier Bourgois / Handicap

Zehn Jahre nach Beginn der anglo-amerikanischen Militäroperationen im Irak leidet die Zivilbevölkerung des Landes immer noch stark unter Waffengewalt. Die Gefahr, die von Millionen von Minen und Blindgängern ausgeht, verschlimmert zusätzlich die Situation der irakischen Bevölkerung, die bereits unter extrem harten Bedingungen lebt.

Zwischen März 2003 und Januar 2012 wurden im Irak fast 250.000 Zivilisten getötet oder verwundet – dies entspricht täglich mehr als 75 zivilen Opfern bewaffneter Gewalt. Die Zahl der im Irak im Umlauf befindlichen Kleinwaffen ist seit einiger Zeit noch angestiegen. Diese Waffen fallen häufig in die Hände unerfahrener Zivilisten. Mehr als die Hälfte der seit 2003 bei der Zivilbevölkerung aufgetretenen Todesfälle oder Verletzungen wurden durch Kleinwaffen verursacht.

Zusätzlich ist der Irak, so vermutet man, nach jahrzehntelangen Konflikten das am stärksten von Minen und Blindgängern belastete Land der Erde. Seit 2001 wurden mehr als 20.000 Menschen Opfer der Kriegsreste. Bei 80% der betroffenen Landflächen im Süden des Landes handelt es sich um landwirtschaftlich genutztes Land, das von den ärmsten Teilen der Bevölkerung bewirtschaftet wird. Weil sie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, betreten die Kleinbauern die verminten Flächen und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel.

Handicap International hat mit einer Ausweitung der Aktivitäten im Irak reagiert. Die Organisation ist hier seit 1991 aktiv, führte bereits Minenräumungen und Aufklärungskampagnen durch und engagierte sich in der orthopädischen Versorgung der Opfer. Handicap International schult derzeit erneut irakische Mitarbeiter, um die Bevölkerung über Risiken durch Minen und explosive Kampfmittelrückstände aufzuklären. Ab April 2013 soll auch Aufklärungsarbeit zu Gefahren durch Kleinwaffen geleistet werden. Handicap International hofft, dass die internationale Gemeinschaft bei einer Konferenz vom 18. bis zum 28. März in New York ein weitreichendes Abkommen zur Regulierung des Handels mit Waffen abschließt.

Aktion in Nürnberg

einige Schuhe liegen auf dem Boden, es sind "Danger Mines" Schilder zu sehen und im Hintergrund ist ein Rollstuhlfahrer am Stand der Friedensaktivisten

© pax christi im Bistum Bamberg

Bei eisigen Temperaturen wiesen Nürnberger Friedensinitiativen symbolisch mit ausgebreiteten Schuhen auf die immer noch existierende Minengefahr hin. „Zwar töten Landminen und Streubomben auch Jahrzehnte nach einem Krieg noch wahllos Unbeteiligte – dennoch muss eine Welt ohne Minen und Streubomben keine Illusion bleiben”, so Dr. Joachim Schneider, Friedensarbeiter von pax christi. Schließlich steige nach Inkrafttreten des Ottawa-Vertrages auch der Druck auf bisherige Nichtunterzeichner – und einst stark verminte Länder werden sich wohl bald als minenfrei erklären können, wie z.B. Mosambik, kommentiert Christine Mößner vom Nürnberger Evang. Forum für den Frieden. „Letztlich sind es mutige BürgerInnen, die zu solchen Fortschritten entscheidend beitragen, wenn sie sich an Petitionen beteiligen und Organisationen füttern, die sich politisch und humanitär engagieren”, meint Schneider. „Dazu gehören auch Handicap International, SODI, Brot für die Welt und MISEREOR mit ihren Programmen in zahlreichen verminten Regionen.”

„Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ – Infostand auf der Linken Medienakademie in Berlin

Unter dem Motto „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ fordern wir von den USA und allen anderen noch fehlenden Nationen den Beitritt zum internationalen Minenverbotsabkommen.

Wir möchten möglichst viele Menschen animieren, sich dieser Forderung anzuschließen und sich mit einer einfachen Geste – einem Foto von sich mit einem hochgekrempelten Hosenbein – ihre Solidarität mit den Minenopfern zu zeigen.

SODI wird am Freitag, den 15. März, ab 10 Uhr auf der Linken Medienakademie – LIMA – in Berlin (Hochschule für Technik und Wirtschaft, Treskowallee 8, 10318 Berlin- Karlshorst) sein, um über die Kampagne zu informieren und Fotos zu machen.

Unterstützt auch ihr die Kampagne und kommt zum SODI-Infostand auf der LIMA und „zeigt Bein“.

Radiobeitrag zum Kampagnenstart

Der Münchner Radiosender M94,5 hat uns zum Auftakt der Kampagne interviewed.

Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen – der Kampagnenstart!

Es ist vollbracht. Nach intensiver Vorbereitungszeit war es gestern endlich soweit. Der 1. März war da, die Kampagne „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ konnte beginnen und wir eröffneten sie mit einem großartigen Event auf dem Münchner Karlsplatz/Stachus.

Zum Auftakt der Kampagne hatten wir uns gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Ehrenamtlicher vorgenommen, den Kampagnenzeitraum mit einem verstörenden Flashmob (Smartmob) einzuläuten. Über Facebook hatten wir einige Mitstreiter gefunden, die willens waren, der Kälte zu trotzen, und so konnten wir uns bei 0 Grad Celsius auf den zum Glück trockenen Boden werden. Die Idee: Das aus Krimiserien bekannte Motiv von Leichenumrissen wurde auf die Pflastersteine des Karlsplatzes gesprüht – direkt am Eingang zur Shoppingmeile in der Innenstadt. Der an sich schon verstörende Anblick des Leichenumrisses wurde durch ein fehlendes Bein noch verstörender – und glich dem Kampagnenmotiv. Die rund 20 Aktivisten legten sich auf einen ohrenbetäubenden Knall hin auf oder neben die Leichenumrisse, blieben einige kalte Sekunden liegen, verschwanden dann nach einer halben Minute wieder – und hinterließen dabei ein Danger Mines Schild. Für einen Freitag waren erstaunlich wenige shoppinglustige Passanten da, was wohl an den „zapfigen“ Temperaturen lag – aber die, die da waren, staunten nicht schlecht. Ihre Aufmerksamkeit war uns sicher.

Als der Flashmob vorbei war, blieben die Leichenumrisse auf dem Boden und die Schilder daneben. Ein beeindruckender Anblick. Und so war uns auch die Aufmerksamkeit der eilige vorbeihuschenden Passaten sicher, die zum Shoppen in die Innenstadt hasteten. Wir hingegen strömten aus, um möglichst viele Unterzeichner für unsere Petition für einen Beitritt der USA zum Verbot von Anti-Personen-Minen zu gewinnen – und möglichst viele „Zeig dein Bein“ Fotos zu machen.

In Anbetracht der eisigen Kälte können wir stolz auf das Erreichte sein und freuen uns auf den nächsten und sicher spannenden Monat – und hoffen, am Ende unserem Ziel einer minenfreien Welt ein Stück näher zu kommen.

Wir möchten uns bei Xu Li (vox sola photography) bedanken, der von unserer Veranstaltung bei Facebook gehört hat, und spontan vorbeigekommen ist, um diese beeindruckenden Fotos zu machen!

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