Es ist vollbracht. Nach intensiver Vorbereitungszeit war es gestern endlich soweit. Der 1. März war da, die Kampagne „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ konnte beginnen und wir eröffneten sie mit einem großartigen Event auf dem Münchner Karlsplatz/Stachus.
Zum Auftakt der Kampagne hatten wir uns gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Ehrenamtlicher vorgenommen, den Kampagnenzeitraum mit einem verstörenden Flashmob (Smartmob) einzuläuten. Über Facebook hatten wir einige Mitstreiter gefunden, die willens waren, der Kälte zu trotzen, und so konnten wir uns bei 0 Grad Celsius auf den zum Glück trockenen Boden werden. Die Idee: Das aus Krimiserien bekannte Motiv von Leichenumrissen wurde auf die Pflastersteine des Karlsplatzes gesprüht – direkt am Eingang zur Shoppingmeile in der Innenstadt. Der an sich schon verstörende Anblick des Leichenumrisses wurde durch ein fehlendes Bein noch verstörender – und glich dem Kampagnenmotiv. Die rund 20 Aktivisten legten sich auf einen ohrenbetäubenden Knall hin auf oder neben die Leichenumrisse, blieben einige kalte Sekunden liegen, verschwanden dann nach einer halben Minute wieder – und hinterließen dabei ein Danger Mines Schild. Für einen Freitag waren erstaunlich wenige shoppinglustige Passanten da, was wohl an den „zapfigen“ Temperaturen lag – aber die, die da waren, staunten nicht schlecht. Ihre Aufmerksamkeit war uns sicher.
Als der Flashmob vorbei war, blieben die Leichenumrisse auf dem Boden und die Schilder daneben. Ein beeindruckender Anblick. Und so war uns auch die Aufmerksamkeit der eilige vorbeihuschenden Passaten sicher, die zum Shoppen in die Innenstadt hasteten. Wir hingegen strömten aus, um möglichst viele Unterzeichner für unsere Petition für einen Beitritt der USA zum Verbot von Anti-Personen-Minen zu gewinnen – und möglichst viele „Zeig dein Bein“ Fotos zu machen.
In Anbetracht der eisigen Kälte können wir stolz auf das Erreichte sein und freuen uns auf den nächsten und sicher spannenden Monat – und hoffen, am Ende unserem Ziel einer minenfreien Welt ein Stück näher zu kommen.
Wir möchten uns bei Xu Li (vox sola photography) bedanken, der von unserer Veranstaltung bei Facebook gehört hat, und spontan vorbeigekommen ist, um diese beeindruckenden Fotos zu machen!
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