Einige unserer KlientInnen

Salam A.H.: aus dem Irak, 24, seit vier Jahren in Deutschland. Rollstuhlfahrer, inzwischen mobil mit Elektrorollstuhl. Spricht gut deutsch, möchte eine Ausbildung machen. Einer der ersten Besucher von ComIn (2003).

Lazarus

Schritte zur Selbständigkeit
Lazarus D.: aus Nigeria, 30. Ein Unterschenkel nach unzähligen Operationen letztendlich amputiert, da das Bein nicht mehr zu retten war. Geht auf Krücken. Er besuchte bereits im letzten Jahr einen Computereinführungskurs bei uns. Inzwischen sucht er, wenn er bei ComIn ist, nach Jobs, im Internet und mit zahlreichen Anrufen. Er ist auch schon fündig geworden und erprobt gerade erste Tätigkeiten. Da aber sein amputiertes Bein ihm dabei noch große Probleme macht, sucht er nach etwas geeigneterem. Leider ist die Auswahl nicht groß – speziell für Flüchtlinge mit befristetem Status, noch dazu mit einer Behinderung.

Tahir

Tahir P.: aus dem Kosovo, 50, seit sechs Jahren in Deutschland mit Ehefrau und Kindern. Kriegsblind durch Splitterbombe. Lernt Deutsch und Braille-Schrift. Ein anderer, ebenfalls blinder Kosovare unterstützt ihn mit Übersetzungen.

Shanaz R.: aus Bangladesh, 45, in Deutschland mit Mann und zwei gehörlosen Kindern, 7 und 18 Jahre alt, die außerdem an Epilepsie leiden. Probleme wegen aufwändiger Pflege.

Jawid: aus Afghanistan, 10, in Deutschland mit Mutter. Leichte Lernbehinderung und Spastik, geht auf Krücken. An Förderschule integriert, lernt schnell und wird viel unterstützt.

Achmed

Achmed D.: aus Syrien, 27, seit über vier Jahren in Deutschland. Beide Unterschenkel nach Unfall amputiert, sitzt derzeit im Rollstuhl, eventuell bald Gehen auf Krücken möglich. Hat in der Heimat Psychologiestudium begonnen. Sucht Ausbildungsstelle.

Xhemajl A.: aus dem Kosovo, 27, seit über einem Jahr in Deutschland. Fortschreitende Erkrankung mit Verschlechterung der Koordination und Sprechfähigkeit, sitzt inzwischen im Rollstuhl. Macht Deutschübungen bei ComIn, da Angebot in Unterkunft „nicht zugänglich“.

Fabi L.: aus Nigeria, 30, seit knapp einem Jahr in Deutschland. Hat eine Hand bei einem Granatenunfall bei seiner Hochzeit verloren. Alle seine Verwandten sind getötet worden. Sucht Arbeit und benötigt dringend eine Handprothese.

Senad

Senad S.: aus Bosnien, 22. Starke Skoliose, die ihm das Gehen mit dem Stock schwer macht. Schreibt Gedichte und hat in seinem Heimatland einen Film über seine Situation gedreht. Ausbildung als Computerfachkraft. Sucht Arbeit.

Raissa K.: aus Russland, 55, mit Familie in Deutschland. Bereits auf einem Auge erblindet, verliert zunehmend Sehkraft.Will Deutsch und Braille-Schrift lernen.

Ajshe S.: aus dem Kosovo, 42, lebt allein in Deutschland seit über elf Jahren. Hüftproblem, das sich zunehmend verschlechtert. Sucht Arbeit. Nutzung Schreibmaschinenangebot, erste EDV-Anleitung.

Valid E.: aus Tschetschenien, 36. Querschnittslähmung, im Rollstuhl. Immer wieder Operationen wegen Druckstellen. Erste EDV-Anleitung.

Mustafa

Vorbereitete Rückkehr
Seit Dezember 2004 saß der Iraker Mustafa B., der als Flüchtling in München lebte, an einem neuen Projekt: Da er sich nach seiner Rückkehr in den Nordirak mit einer Holzwerkstatt selbständig machen will, scannte er verschiedene Modelle und Konstruktionen, z.B. für die Herstellung von Türen ein und stellte eine Datenbank auf CD zusammen. Alle Vorlagen hatte er selbst schon im Jahr zuvor gesammelt und ausgewählt. Nur gelegentlich brauchte er Unterstützung für Fragen beim Layout oder bei einer sinnvollen Anordnung der Exemplare. Mitte Mai dieses Jahres war es dann soweit: Er hatte alles zusammengestellt, was er für wichtig erachtet, und noch dazu einige Recherchen und Anfragen für den Kauf von Maschinen für die Holzbearbeitung gestartet.Trotz Schiene und Krücken wird er sich von seinen Plänen nicht abhalten lassen – und dann in den nächsten Monaten gut vorbereitet zurückkehren.

Alle Fotos: © Handicap International

Stand: 07/2005

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