Kaum ein Land leidet derart unter Naturkatastrophen wie Indonesien.
Im Jahr 2004 wurde das Land an Weihnachten von einem Tsunami heimgesucht, der nicht nur die Städte und Felder verwüstete, sondern auch mehr als 170.000 Menschen das Leben kostete. Nur zwei Jahre später, im Mai 2006, kam es in der Region von Yogyakarta auf der Insel Java zu einem heftigen Erdbeben, bei dem erneut tausende Menschen starben. Im Oktober 2010 wiederum brach der Vulkan Merapi aus. Mehr als 390.000 Menschen mussten fliehen. Und immer sind unter den Leidtragenden auch viele Menschen mit Behinderung.
Handicap International ist seit dem Tsunami 2004 in den besonders stark betroffenen Regionen Indonesiens tätig. Nach dem Ausbruch des Vulkans identifizierten unsere Mitarbeiter rund um Yogyakarta 49 Kinder, die an Zerebralparese leiden. Dies ist eine schweren Nerven- und Muskelschädigung, die dazu führt, dass die Betroffenen ihre Bewegungen nicht mehr kontrollieren können.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen sie auf ihrem Weg zurück in ein aufrechtes Leben, indem wir sie in der Kirana Physioklinik behandeln. Hier werden Physiotherapieeinheiten angeboten, sowie verschiedene Materialien für Gymnastikübungen bereitgestellt. Diese Betreuung führen wir zusammen mit unserem lokalen Partner DIC (Dunia Ini Ceria) und dem Physiotherapeuten Jiyan Putyana durch. DIC ist eine Selbsthilfegruppe aus Freiwilligen, die Handicap International bereits beim Ausbruch des Vulkans Merapi unterstützt hat. Mittlerweile arbeiten sie hauptsächlich in der Region Salam.
Seit die Nothilfephase jedoch vorbei ist, benötigen wir für die weitere Betreuung dieser Kinder dringend weiteres Material für die Physiotherapieeinheiten. Hier fehlt es zum Beispiel an Matten und Gymnastikbällen, und einige der Kinder brauchen Rollstühle oder Gehhilfen.
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz mit einer Spende unter dem Stichwort INDONESIEN auf das Konto 595 bei der Bank für Sozialwirtschaft BLZ 70020500 oder spenden Sie online.
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Stand: 12/2011