Handicap International in Sri Lanka

Seit 2004 haben zwei Ereignisse dazu beigetragen, dass die Lage für Menschen mit Behinderung noch angespannter geworden ist. Im Dezember 2004 hat der Tsunami 30.000 Personen getötet und mehr als 800.000 Menschen heimatlos gemacht. Der bewaffnete Konflikt (der seit fast 30 Jahren angedauert hat und schließlich mehr als 60.000 Opfer gefordert hat) hat dazu geführt, dass Tausende von Menschen mit Behinderungen zurückgeblieben sind.

Am 18. Mai 2009 hat die Regierung den Konflikt mit der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE)  offiziell für beendet erklärt, doch mehr als 280.000 Zivilisten fanden sich in Flüchtlingslagern wieder. Seit 2009 hat sich die politische Lage in Sri Lanka beträchtlich verbessert. Das Land hat eine stabile Regierung, und die Bewohner auf eine gute wirtschaftlich und sozial Entwicklung.

Handicap International wurde zum ersten Mal Anfang der 1990er Jahre in Sri Lanka aktiv, um Rehabilitationsfachleute auszubilden. Dieses Programm wurde aus Sicherheitsgründen 1993 geschlossen. Im Jahr 2003 ist Handicap International nach Sri Lanka zurückgekehrt, um in Zusammenarbeit mit UNDP Standard-Vorgehensweisen im Bereich der Minenräumung zu entwickeln. Zwischen 2006 und 2010 wurde das Programm ausgedehnt und Handicap International hat sich durch viele komplementäre Aktivitäten als wichtige Organisation für Menschen mit Behinderung etabliert.

Die Strategie in Sri Lanka ist im Allgemeinen darauf angelegt, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Die geschieht beispielsweise durch Projekte zur physischen Rehabilitation und der sozialen Inklusion in die sri-lankische Gesellschaft. Ein wichtiger Aspekt ist stets die Zusammenarbeit mit anderen lokalen und internationalen Akteuren.
Aktuell unterstützt Handicap International zum Beispiel eine Werkstatt, die Orthesen und Prothesen für das größte Kinderkrankenhaus des Landes herstellt. Ebenso ist Handicap International Teil eines gemeinsamen Projektes von drei internationalen und einer lokalen Organisation, die den sozioökonomischen Wiederaufbau von Gemeinden im Nordosten des Landes, die von dem Konflikt betroffenen waren, vorantreibt.

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