
Kinder auf dem Weg zu Schule © JRS
Handicap International engagiert sich seit 1997 in der Räumung von Minen und nicht explodierten Kriegsresten im Balkan: durch die Vorbeugung von Unfallrisiken (z.B. in Bosnien-Herzegowina seit 1998 bis heute), die Entminung (in Bosnien-Herzegowina von 1997-1999; im Kosovo von 1999-2005; in Mazedonien von 2002-2003), die Unterstützung von lokalen Minenräumungsorganisationen (Bosnien-Herzegowina von 1998-2002; Kosovo von 2002-2003) oder die Teilnahme an einer Studie über die sozioökonomische Auswirkung von Minen (Bosnien-Herzegowina, 2002-2003). 2003 wurden alle Anti-Minen-Aktionen von Handicap International im Balkan zu einem einzigen regionalen Programm zusammengefasst, das Ende 2012 zum Abschluss kommen wird.
Handicap International arbeitete zudem seit 1990 mit seinen lokalen Partnern gegen den Mangel an Zugangsmöglichkeiten zu Bildung und Gesundheitsdiensten für Menschen mit Behinderung – in Rumänien, Serbien, Bosnien und im Kosovo, in Montenegro, Albanien, Mazedonien und Bulgarien. Mit der Entwicklung von Programmen zur Verteilung von medizinischem Material, zur Ausbildung von Fachleuten und zur Stärkung der Leistungsfähigkeit der lokalen Beteiligten haben wir im Laufe der Jahre ein gründliches Verständnis für das Problem entwickelt und ein weitreichendes Netzwerk von Partnern und Ressourcen aufgebaut. Das Ziel aller Aktivitäten war es, dass, im Rahmen des Beitrittsprozesses zur Europäischen Union, die Zielgruppen (Menschen, die mit einer Behinderung und/oder HIV/Aids leben, die anderweitig besonders schutzbedürftig sind (alleinstehende Frauen, isolierte ältere etc.) oder die von Minen beeinträchtigt sind) vollkommen in die Gesellschaft integriert sind und die interessierten Gruppen die Träger von Änderungen auf lokaler Ebene sind.
Stand 04/2012