Haiti - Zwei Jahre nach dem verheerenden Beben

Das Erdbeben, das Haiti am 12. Januar 2010 heimsuchte, kostete mehreren Hunderttausend Menschen das Leben und zerstörte einen Großteil der wichtigen Infrastrukturen des Landes. Sofort nach dem Erdbeben begann der Wiederaufbau. Obwohl viel erreicht wurde, bleibt noch sehr viel zu tun. Handicap International half von Anfang an - und wird bleiben, solange es notwendig ist.

Haiti zählte schon vorher zu den ärmsten Ländern der Welt (der Human Development Index platziert das Land auf Rang 145 von 169). Noch heute sind viele Menschen von der humanitären Hilfe abhängig und mehr als 500.000 warten immer noch auf neue Unterbringung.


Ein Lager mit vielen Zelten, schlammiger Boden, düsterer Himmel
Noch immer warten über 500.000 Menschen auf eine Unterkunft © Daniel Williams / Handicap International
3 Männer sind mit dem Wiederaufbau eines Holzhauses beschäftigt.
Das Team von Handicap International beim Wiederaufbau eines Hauses. © Handicap International
Ein Mädchen mit einer Unterschenkelprothese läuft in einer Geröllumgebung und lacht dabei
Mit einer gut angepassten Prothese können Kinder sogar wieder spielen - und lachen © William Daniels / Handicap International

  • 2010

  • Kurz nach der Katastrophe und während des ersten Jahres war es unser wichtigstes Anliegen, möglichst schnell genügend Mittel zu beschaffen, um die immensen Bedürfnisse in der Bevölkerung zu versorgen. 

  • 2011

  • haben wir uns auf eine neue Herausforderung konzentriert: zu gewährleisten, dass die aufgebauten Maßnahmen nicht mit der humanitären Hilfe wieder zurückgehen, sondern dass die Haitianer in Zukunft besser gegen Natur- und Hygienekatastrophen geschützt sind. Dabei sollen sowohl im Alltag als auch in Notsituationen Menschen mit Behinderung und besonders Schutzbedürftige integriert werden.

  • 2012

  • Für 2012 bewegen sich unsere Ziele um zwei Achsen: zunächst sicherzustellen, dass die Nothilfemaßnahmen erfolgreich zu Ende geführt werden – was vermutlich den Bau weiterer 500 Übergangsunterkünfte für schutzbedürftige Menschen bedeutet, die bisher noch keine Hilfe zur Unterbringung erhalten haben. Und dann Kapazitäten zu stärken, um Menschen mit Behinderung zu versorgen, zu integrieren und geeignete Strukturen aufzubauen, die Folgen von Naturkatastrophen in Zukunft abschwächen.

Stand 12/2011

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