
In ihrem neuen Bericht „Zur Rettung des Friedens im Südsudan“ machen Handicap International und neun weitere Nicht-Regierungs-Organisationen, darunter Oxfam International und Caritas Frankreich, darauf aufmerksam, dass die politische Lage im Südsudan enorm instabil ist und ein erneuter Konflikt von sehr großem Ausmaß jederzeit wieder im Südsudan ausbrechen könnte. Der Bericht wurde anlässlich des 5. Jahrestags der Ratifizierung des Nord-Süd-Friedensabkommens im Sudan herausgebracht, um zu zeigen, wie zerbrechlich der Frieden dort wirklich ist.
Die Nicht-Regierungs-Organisationen weisen darauf hin, dass die im Sudan vorherrschende gefährliche Mischung aus Gewalt, chronischer Armut und politischer Spannungen zu einem Zerbrechen des Friedensabkommens führen könnte. Im Laufe der nächsten zwölf Monate könnten mehrere sensible Themen eine Welle der Gewalt auslösen, vor allem die Spannung um die ersten Wahlen im Mehr-Parteien-System seit 24 Jahren und das Referendum, mit dem die Sudanesen des Südens entscheiden werden, ob sie dem Norden angeschlossen bleiben oder einen unabhängigen Staat schaffen wollen.
Während sich die Krise im Südsudan weiter ausbreitet, wird in Darfur im Westen des Sudans einer der größten humanitären Nothilfeeinsätze der Welt geführt. Die Organisationen befürchten, dass es in Darfur keinen dauerhaften Frieden wird geben können, wenn die Friedensabkommen zwischen Nord und Süd scheitern sollten. Daher rufen die Nicht-Regierungs-Organisationen die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich aktiv für den Frieden im Sudan einzusetzen und das Land bei den Verhandlungen zu unterstützen.
Lesen Sie weiter:
Stand: 01/2010