Die Konflikte im Gazastreifen vor einem Jahr forderten über 1500 Tote und ließen über 5600 Menschen darüber hinaus verletzt zurück. Handicap International war bereits seit 1996 in der Region gemeinsam mit lokalen Partnern tätig und konnte die Aktivitäten schnell entsprechend der Notsituation ausweiten. Decken, Matratzen, Öfen sowie Rollstühle und Gehstützen wurden verteilt. Sieben mobile Reha-Teams kümmerten sich darum, dass Patienten und Patientinnen nach einem Krankenhausaufenthalt die nötige weitere Betreuung erhielten. So wurden bis heute mehrere hundert Menschen orthopädisch versorgt.

Unsere Mitarbeiterin Violaine Gagnet: „Auch wenn die Situation ein Jahr später natürlich ruhiger geworden ist, leben die Menschen im Gazastreifen immer noch in ständiger Angst vor einem neuen Gewaltausbruch. Trotzdem mussten sie schnell in ihr normales Leben zurückkehren – denn eine Flucht vor den Konflikten ist ihnen verwehrt. Sie haben keine andere Wahl, als sich mit der Situation zu arrangieren, so gut sie können. Die wirtschaftliche Situation ist aufgrund der Umstände und der Blockade nach außen extrem schwierig, die Arbeitslosenrate liegt bei 70%. Die jungen Leute haben keine Möglichkeit, für die Zukunft zu planen.“
Menschen mit Behinderung sind durch solche Umstände natürlich besonders betroffen.
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Stand: 01/ 2010