Projektangebote

Mädchen mit Gehstützen

© B. Franck/Handicap International

Gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft von Handicap International erarbeiten die ProjektteilnehmerInnen je nach Schwerpunkt eine Thematik. Sie erhalten dabei die Möglichkeit, sich in die Lage Gleichaltriger aus anderen Ländern zu versetzen und werden anschaulich über die Einhaltung von Menschenrechten, den Teufelskreis von Armut und Behinderung oder die langwierigen Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen informiert.

1. Behinderung von Menschenrecht

Etwa 10% aller Menschen weltweit haben eine Behinderung. Ca. ein Drittel aller Menschen mit Behinderung sind Kinder. 80% aller Menschen mit Behinderung leben in wirtschaftlich geringer entwickelten Ländern. Dort zählen sie zu den schwächsten und rechtlosesten Gruppen der Gesellschaft. Nach Schätzungen der Weltbank leben weltweit mehr als 2,5 Milliarden Menschen in extremer und absoluter Armut; sie müssen pro Person mit weniger als 1 € pro Tag auskommen. Ungefähr 20% derer, die in Armut leben, haben eine Behinderung.

Behinderung und Armut bedingen sich gegenseitig – das muss nicht sein!

Unterrichtseinheit von zwei bis drei Schulstunden oder Projekttag

Als Einführung in die Thematik dient ein Quiz, das die Projektteilnehmer anregt, Vermutungen über die Situation von Menschen mit Behinderung anzustellen. Im Anschluss entwickeln die Jugendlichen anhand von Steckbriefen mögliche Lebenswirklichkeiten in wirtschaftlich geringer und in höher entwickelten Ländern und erarbeiten deren Unterschiede. Bei einer weiteren Übung werden die Ursachen von Behinderung in wirtschaftlich geringer entwickelten Ländern aufgedeckt und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung mit den allgemeinen Menschenrechten in Zusammenhang gebracht. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, selbst Lösungsansätze zu entwickeln und lernen bestehende Projekte aus verschiedenen Ländern kennen.

2. Leben inmitten der Gefahr

Minen in einem laotischen Dorf

Minen in Laos © N. Moindrot/Handicap International

Jede Stunde geschieht irgendwo auf der Welt ein Unfall mit einer Landmine odereinem Blindgänger, z.B. aus Streubomben. Bei jedem vierten Unfall wird ein Kind Opfer dieser heimtückischen Waffen. Mehrere Hundert Millionen Landminen und minenähnliche Waffen weltweit bedeuten eine lebensbedrohliche Zerstörung wichtiger Lebensräume.

Weltweit engagieren sich zahlreiche Menschen, um dieses Unrecht zu beseitigen.

Unterrichtseinheit von zwei bis drei Schulstunden oder Projekttag

Anhand eines „Minenfeldes“ mit verschiedenen Minen- und Munitionsattrappen, Filmen, Fotos und Berichten aus betroffenen Regionen erarbeitet die Gruppe, was es für die Menschen vor Ort bedeutet, inmitten von Landminen und explosiven Überresten von Streubomben zu leben. Es wird u.a. thematisiert, wie die Opfer infolge eines Unfalls mit einer Behinderung in schwach entwickelten und benachteiligten Regionen leben müssen.Die Veranstaltung soll nicht alleine über die humanitäre Katastrophe informieren, sondern gleichzeitig die Internationalen Kampagnen gegen Landminen und gegen Streubomben vorstellen und die Schülerinnen und Schüler zu bürgerlichem Engagement motivieren.

Beide Themen stehen in Verbindung miteinander, daher können wir auch gerne eine Kombination aus beiden Angeboten durchführen. Sollten Sie mindestens drei Stunden oder einen ganzen Projekttag einplanen, können wir zum Beispiel nach einer Einführung zum Thema Landminen ausführlich auf die Situation der Opfer sowie der Menschen mit Behinderung eingehen.  

Unser Angebot

Die genannten Themen lassen sich sehr gut in Unterrichtsfächer wie Erdkunde, Ethik, Geschichte, Pädagogik, Politik, Religion und Sozialkunde einbinden. Interessierte LehrerInnen oder GruppenleiterInnen haben die Möglichkeit, im Vorfeld Anregungen und Wünsche in das Projekt einzubringen. Um eine aktive Teilnahme zu ermöglichen, bestehen die Gruppen idealerweise aus 20–30TeilnehmerInnen. Die Projekte werden auch für Studenten und Studentinnen oder als Lehrerweiterbildung angeboten.

Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert. Da wir jedoch einen Eigenanteil erwirtschaften müssen, sind wir dankbar, wenn einladende Schulen bzw. Gruppen einen kleinen Beitrag (ca. 50 bis 100 Euro) ermöglichen können.

Um Fahrtkosten zu minimieren, wäre es ideal, wenn an einer Schule (oder der näheren Umgebung) mehrere Veranstaltungen stattfinden würden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Projektkoordination Cordula Schuh:
Telefon: 0 30/ 44 04 77 51 - Mobil: 0 178/ 54 36 978 oder auch per E-Mail


Hier finden Sie Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern zu unserem Projekt.

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