Unser Angebot für weiterführende Schulen

Das Leben geht weiter: Wie Menschen lernen müssen, mit explosiven Überresten von Kriegen zu leben.

Ein Entminer kniet am Boden und schaufelt Erde zur Seite

Entminung im Libanon © Stuart Freedman / Handicap International

In vielen Ländern dieser Welt haben Kriege das Leben der Menschen verändert. Auch viele Jugendliche, die heute in Deutschland leben, haben dies erfahren müssen. Sind die Kämpfe vorbei, ist der Krieg für die meisten Betroffenen noch nicht zu Ende.

Denn neben der Verarbeitung der teils traumatischen Erinnerungen sind es Blindgänger und versteckte Landminen, die den Krieg in die Friedenszeit hinein verlängern. Viele Menschen werden bei Unfällen mit diesen Kriegsresten getötet oder überleben schwer verletzt. Auch verminte Ackerflächen, gesperrte Straßen, zerbombte Häuser und eine zerstörte Infrastruktur sorgen dafür, dass die betroffenen Menschen nicht vergessen, was an diesem Ort geschehen ist und was noch geschehen kann.

Als Hilfsorganisation kennen wir diese Problematik aus vielen Einsatzländern. Wir bieten Ihnen deshalb professionell organisierte Besuche in Ihren Schulen und Jugendgruppen an.

Dabei führen wir anschaulich ein in

  • die Beschaffenheit und Auswirkungen von Landminen und Streumunition
  • die Probleme der Menschen in Nachkriegssituationen
  • die veränderbare Situation von Menschen mit Behinderung in diesen Län-dern

Unser Konzept

Unsere pädagogische Referentin und unser Referent verfügen über ein breites Repertoire an Übungen und Anschauungsmaterialien und berichten nicht nur über die Folgen des Einsatzes von Landminen und Streubomben, sondern ermöglichen der Gruppe den Einstieg in die Thematik durch eine flexible und teilnehmernahe Projektdurchführung.
Anhand eines „Minenfeldes“ mit verschiedenen Minenattrappen, einem Quiz und/oder einem Rollenspiel, Filmen, Bildern und Geschichten aus betroffenen Regionen (oft ergänzt durch persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden) erarbeitet die Gruppe, was es für die Menschen vor Ort bedeutet, inmitten von Landminen und explosiven Überresten zu leben – oder einen Minenunfall zu überleben und fortan in schwach entwickelten und benachteiligten Regionen eine Behinderung zu haben.

Die Jugendlichen erhalten nicht nur detaillierte Informationen über die Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen, sondern werden dazu angeleitet, sich in die Lage betroffener Gleichaltriger zu versetzen. Gleichzeitig lernen sie die erfolgreichen Kampagnen für ein Verbot von Anti-Personen-Minen und Streubomben kennen ¬– weltweit einzigartige Beispiele für bürgerliches Engagement.

Der Rahmen

Die Referentin Cordula Schuh führt vor einer Schulklasse eine künstliche Entminung vor

Mit Bildern, Filmen, Minenmodellen oder auch direkter Präsentation veranschaulichen unsere Referentin und unser Referent das Minenproblem in betroffenen Ländern. © Cordula Schuh / Handicap International

Wahlweise bieten wir eine zwei- oder eine dreistündige Veranstaltung bzw. einen Projekttag an. Die Themen lassen sich sehr gut in Unterrichtsfächer wie Erdkunde, Ethik, Geschichte, Pädagogik, Politik, Religion und Sozialkunde einbinden, aber auch in die Programme von Jugendgruppen, Pfadfindern, Konfirmanden usw. Um eine aktive Teilnahme zu ermöglichen, bestehen die Gruppen idealerweise aus 20 bis 30 Personen.

Wir stimmen uns flexibel mit Ihnen ab
Wenn Sie Interesse haben, unser Projekt an Ihrer Schule/in Ihrer Einrichtung durchzuführen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Gerne schildern wir Ihnen unsere Erfahrungen, die auf sieben Jahren bildungspolitischer Arbeit basieren, und sprechen uns inhaltlich und organisatorisch mit Ihnen ab. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, auch zur Vor- und Nacharbeit auf unser umfangreiches Info- und Schulmaterial zurückzugreifen.

Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert. Da wir jedoch einen Eigenanteil erwirtschaften müssen, freuen wir uns, wenn einladende Institutionen einen kleinen Beitrag (ca. 50 bis 100 Euro) aufbringen können.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Projektkoordination: Cordula Schuh
Schönhauser Allee 50 • 10437 Berlin

Telefon: 0 30/ 44 04 77 51 • Mobil: 0 178/ 54 36 978
E-mail: cschuh(at)handicap-international.de


Hier finden Sie Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern zu unserem Projekt.

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