Den Erfolg unseres Schulprojekts zeigt der spontane Brief von Max Seeburg (Klassensprecher an einem Hamburger Gymnasium) an Cordula Schuh:
„Ich möchte mich nochmals im Namen des ganzen Jahrgangs 10 für dein Engagement und den Elan, den du in den zwei Tagen in Hamburg aufbrachtest, herzlichst bedanken. Es war für uns sehr spannend und interessant, neben den gewohnten Unterrichtsinhalten einmal einen Einblick in ein so akutes und bewegendes Thema zu bekommen. Die zwei Stunden hinterließen auch fachübergreifend ihre Spuren: So wird jetzt im Fach Ethik für alle 10ten das Thema „Krieg & Frieden“ behandelt. Ich hoffe, dass auch du Spaß in Hamburg hattest, gut mit allen Klassen zurechtgekommen bist und uns eventuell einmal wieder besuchen kommst. Vielleicht ergreifen nun mehr Schüler die Initiative, und setzen sich für soziale Projekte ein – dies wäre wirklich wünschenswert!“
Clemens Czesnik aus Greifswald durfte mit Cordula Schuh eine Schulklasse besuchen:
"Cordula besuchte uns im Juni in Greifswald und sprach mit uns über die üblen Auswirkungen von Minen und Waffen in der Welt auf uns Menschen. Wir trugen all unser Wissen über Krieg, Not und Armut zusammen und Cordula weitete mit jedem neuen Einwurf unsere Gedanken und unseren Horizont um ein Vielfaches aus, indem sie sich klar und einfach vertiefend durch die Welt bewegte als wäre sie eine kleine Insel, die wir alle miteinander bewohnen. sie gab uns beeindruckend deutlich dieses Gefühl, Teil dieser Welt zu sein und dass wir etwas bewirken können, wenn wir wollen. Irgendwie ließ sie uns dort die drei Stunden in unserem einfachen Klassenraum zu einem teil des Weltgeschehens werden. Es gelang ihr nicht nur, uns mit ihrem spürbar ehrlichem Interesse emotional zu berühren, sie bewegte uns mit ihrer freundlichen offenen Art auch zu einem konstruktiven Austausch unserer Gedanken und Gefühle. Ich war begeistert - trotz der Schwere des Themas oder vielleicht eben, weil Cordula es so gut verstand, uns hiermit vertraut zu machen. Ebenso überkam uns die einsicht wie hervorragend wir hier in Deutschland leben und das Gefühl einer gewissen Leichtigkeit und Dankbarkeit, das hieraus resultiert. Es war ein überaus persönliches Erlebnis, und mein tägliches Leben und meine gesamte Wahrnehmung fühlen sich seitdem angenehm verwandelt und freier in der Welt an. Am selben abend wurde in den Nachrichten von einem Minenanschlag auf einen Touristenbus in Sri Lanka berichtet, bei dem die Betroffenen ums Leben kamen. Diese Botschaft berührte mich wie einen Angehörigen und hinterließ mich mit dem tiefen Wunsch zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Und ich glaube, dass ich dies Cordula verdanke, da ich an jedem anderen Abend beinahe achtlos und abgestumpft über die Nachrichten hinweg sah. Wirklich, ich vermag Cordula nur noch zu danken und wünsche ihr gutes Gelingen auf ihrem Weg, weil es ein guter Weg ist und viel in uns bewegt. Hierin stimmen wir alle überein."
Nathalie Emmer, Schülerin der 7. Klasse am Gymnasium Eppendorf schreibt:
"Liebe Frau Schuh, an Ihrem Vortrag fand ich gut, dass sie nicht alles stocksteif heruntergerattert haben, sondern ihn auch etwas lebendig gestaltet haben. Ich fände es gut, wenn Sie das Projekt auch in den anschließenden Jahren weiterführen könnten. Außerdem war es sehr gut, etwas über Minen zu erfahren, da ich vorher kaum etwas darüber wusste. Ihnen auch einen schönen Ferienanfang!!!!"
Rüdiger Pohle, Schulleiter der Fachschule für Ergotherapie in Bergkamen-Rünthe schreibt:
"Sehr geehrte Frau Schuh, an dieser Stelle möchte ich mich nochmals recht herzlich für Ihren sehr interessant gestalteten Projekttag bedanken. Ihr Vortrag zu dieser fast "vergessenen" Problematik wurde sehr anschaulich und "begreiflich" (im Wortsinne) dargestellt. Die Verbindung zum Arbeitsfeld der Ergotherapie wurde im Verlauf des Tages den 24 anwesenden TeilnehmerInnen immer deutlicher. Sie wurden sensibilisiert für die besondere Problematik der "dritten Welt" und damit auch den Bezug zur Migration in der BRD. Das Arbeitsfeld zur Prothesenherstellung und deren Schulung wurde von Ihnen sehr klar erläutert. Die TeilnehmerInnen meldeten mir einen sehr interessanten und aufklärenden Projekttag zurück. Ich würde mich freuen ,wenn es Ihnen im nächsten Schuljahr wieder möglich wäre den nächsten ET Kurs mit dem Projekttag zu 'sensibilisieren'."