
Juline wurde bei der Suche nach ihrem Kind selbst verletzt © William Daniels für Handicap International
Das Team von Handicap International begegnete Juline im Krankenhaus von Canapé Vert in Port-au-Prince.
Juline ist von Beruf Kosmetikerin. In dem Moment, als das große Erdbeben über Haiti hereinbrach, war sie in der Arbeit. Eine Babysitterin passte zuhause auf ihr Baby auf. Juline blieb bei dem Beben unverletzt und rannte sie so schnell sie konnte nach Hause, voller Sorge um ihr Kind.
Junlines Haus war völlig zerstört worden und zu großen Teilen eingestürzt. Die Babysitterin war in ihrer Panik weggelaufen und hatte das Kind allein im Haus zurückgelassen. Juline suchte verzweifelt nach ihrem Baby – und fand es verschüttet unter den Trümmern. Es war bereits tot.
Während Julines verzweifelter Suche stürzte eine weitere Mauer ein und ein Trümmerstück fiel auf Julines linken Fuß. Die Quetschung war so schlimm, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dort konnten die Ärtze die Amputation der Zehen nicht mehr verhindern.
Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat 230.000 Tote gefordert und 300.000 Verletzte zurückgelassen. Laut Schätzungen unseres Teams vor Ort mussten bis zu 4.000 Menschen eine Amputation erleiden.
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