AK Kriegsfolgen München

Der Arbeitskreis Kriegsfolgen ist eine Gruppe von engagierten ehrenamtlichen UnterstützerInnen von Handicap International in München. Er unterstützt die politische Kampagnenarbeit, z.B. die Aktivitäten für mehr Hilfe für die Opfer von Minen und Streubomben. Außerdem beschäftigt sich der Arbeitskreis seit 2009 mit den humanitären Folgen von Uranmunition.

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Die aktiven Mitglieder des AK Kriegsfolgen sind versammelt.
Die aktiven Mitglieder des AK Kriegsfolgen sind versammelt.
Die aktiven Mitglieder des AK Kriegsfolgen treffen sich einmal pro Monat.

Der AK Kriegsfolgen München stellt sich vor

Landminen und Streubomben und ebenso Uranmunition und vergleichbare Waffen sind eine Geißel der modernen Menschheit. Während sie von kriegsführenden Parteien oft als kriegsnotwendig eingestuft werden, wirken diese Waffen vor allem auch nach dem Krieg. Sie wirken zur Demoralisierung der Bevölkerung, sie wirken gleichermaßen gegenüber den Siegern und den Besiegten. Sie verhindern über Jahre hinaus, dass ein Land zur Ruhe kommt, wieder Landwirtschaft betrieben werden kann, Arbeits- und Wohnflächen benutzt werden können. Die Menschen müssen inmitten einer fruchtbaren Umgebung hungern, die wenigen nutzbaren Flächen werden ökologisch zerstört. Landminen, Streubomben oder Uranmunition wirken auch gegen die zivile Gesellschaft, die eine große Zahl von schwerst geschädigten Menschen aufnehmen muss. Medizinische Betreuung und soziale Rehabilitierung ist oft nur unzureichend vorhanden. Die Folge: Millionen von Menschen, durch Kriegsfolgen verstümmelt oder beeinträchtigt, müssen in menschenunwürdigen Umständen ihr Leben verbringen. 

Mit der perversen Logik der Militärs im Rücken geht die todbringende Entwicklung der Waffenproduzenten aber weiter. Minen oder Munition werden mit „Intelligenz“ versehen, neue Technologien werden eingesetzt. Das alles ändert nichts daran, dass die Kriegsschauplätze der Welt auf Jahre hinaus verwüstet, radioaktiv verseucht sowie durch liegen gebliebene Restmunition in gefährliche Trümmerfelder verwandelt werden. Worüber zum Beispiel nur wenig berichtet wurde: Fast der gesamte Süden Iraks ist verseucht, verursacht durch liegen gebliebene Landminen, Streubomben, andere explosive Kriegsreste sowie radioaktive Uranmunition (und dies bereits seit dem ersten Golfkrieg 1991). Es leidet immer die Bevölkerung, schwere Krankheiten und Behinderungen nehmen massiv zu.

 

Projekte von Handicap International

In solchem Kontext stehen viele der Projekte von Handicap International, in denen in Zusammenarbeit mit den Betroffenen Opfer von Minen und Streubomben versorgt und unterstützt werden und z.B. in Entminungsprogrammen die Bedrohung vermindert werden soll. Gleichzeitig engagiert sich Handicap International seit vielen Jahren für die Ächtung von Minen und Streubomben, damit sie gar nicht erst zum Einsatz kommen, und dafür, dass diejenigen, die sie eingesetzt haben, auch für die Folgen zur Verantwortung gezogen werden.

 

Das Engagement des Münchner Arbeitskreises

Dieses politische Engagement, das direkt aus den Erfahrungen unserer Projektarbeit entstanden ist, ist auch das Thema des Arbeitskreises Kriegsfolgen von Handicap International Deutschland.

 

Unsere Ziele und Aufgaben:

Recherchen betreiben, um die Grundlagen unserer Arbeit zu vertiefen und andere informieren zu können 

  • Kriegsfolgen benennen und die Erfahrungen aus der Projektarbeit in betroffenen Ländern für die Öffentlichkeit transparent machen 
  • Ursachen bekämpfen, indem wir alles daran setzen, dass derartige Waffen weltweit geächtet werden (so wie im Ottawa-Vertrag von 1997 über Anti-Personen-Minen und im Oslo-Vertrag 2008 für ein Verbot von Streubomben) 
  • Aktionen durchführen zur Durchsetzung des Verbots von Produktion und Einsatz dieser Waffen 
  • Aktionen durchführen, die entsprechende Programme in betroffenen Ländern stärken und die Öffentlichkeit hier sensibilisieren 
  • Programme unterstützen, die Kriegsfolgen mindern helfen 
  • Ein besonderes Augenmerk auf die Rechte der Opfer legen
  • Mit lokalen und internationalen Kampagnen kooperieren

Zusätzlich zu den Kampagnen gegen Minen und Streubomben, in denen Handicap International seit vielen Jahren Erfahrung gesammelt hat, möchte der Arbeitskreis nun auch dazu beitragen, dass das Problem der Uranmunition öffentlich wahrgenommen wird. 

Wir rufen alle interessierten Menschen und Gruppen auf, mit uns daran zu arbeiten, dass diese Geißeln der Menschheit endlich beseitigt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. 

Der Arbeitskreis trifft sich monatlich im Büro von Handicap International in München: 

Türkenstr. 21
Vordergebäude
80799 München

Veröffentlicht am 07.12.15

Haben Sie Fragen zum Arbeitskreis Kriegsfolgen oder aktuellen Terminen?

Ich helfe Ihnen gerne weiter und freue mich auf Ihre Nachricht.

Patrick Frankenbach

Patrick Frankenbach
Ehrenamtliche Leitung Arbeitskreis Kriegsfolgen
E-Mail: pfrankenbach(at)yahoo.de