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Bangladesch

Seit 1997 arbeitet Handicap International in Bangladesch, um dafür zu sorgen, dass Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft integriert und ihre Rechte respektiert werden.

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Seit 1997 arbeitet Handicap International in Bangladesch, um dafür zu sorgen, dass Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft integriert und ihre Rechte respektiert werden.
Seit 1997 arbeitet Handicap International in Bangladesch, um dafür zu sorgen, dass Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft integriert und ihre Rechte respektiert werden.

Laufende Aktivitäten

Wir arbeiten in Bangladesch, um die Inklusion der schutzbedürftigsten Menschen zu fördern, indem wir den Zugang zu Rehabilitation und wirtschaftlicher Inklusion für alle Menschen mit einer Behinderung bestmöglich unterstützen. Wir sind aktiv in den Bereichen der physischen Rehabilitation und unterstützen den Zugang zu qualitativ hochwertigen Mobilitätshilfen in abgelegenen und schwer zugänglichen Teilen des Landes.

Kinder mit einer Behinderung gehören zu den am meisten marginalisierten Gruppen in Bangladesch und nur wenige gehen zur Schule. Als unsichtbare und stigmatisierte Gruppe sind sie besonders den Gefahren von Missbrauch, Ausbeutung und Vernachlässigung ausgesetzt. Um sie in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, arbeiten wir daran, ihnen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, indem die Einschreibung in der Schule sowie die Ausstattung mit notwendigen Schulmaterialien übernommen werden. Wir bilden außerdem Lehrkräfte fort, damit diese mit den angepassten Schulmaterialien umgehen können, die es Kindern mit Behinderung ermöglichen, dem Unterricht zu folgen. Des Weiteren organisieren wir Sport- und Freizeitaktivitäten, um das Wohlbefinden und die Inklusion von Kindern mit Behinderung in die Gesellschaft zu verbessern.

Wir verschaffen Erwachsenen mit Behinderung den Zugang zu Rehabilitationstherapien und Arbeitsmöglichkeiten. So werden sie finanziell unabhängig und sind in ihren Gemeinden besser akzeptiert. Die neuen Verdienstmöglichkeiten helfen ganzen Haushalten aus der oft sehr extremen Armut.

Wir arbeiten zudem in zwei Flüchtlingslagern mit Rohingya-Flüchtlingen, einer ethnischen Gruppe aus Myanmar. Wir stellen sicher, dass in den Camps und den umliegenden Dörfern lebende Menschen mit Behinderung Rehabilitationstherapie erhalten, und unterstützen deren soziale und ökonomische Inklusion.

Bangladesch erfährt positives und stetes, jedoch ungleiches Wachstum. Oft geschieht dies zum Nachteil der Sicherheit von Arbeitenden im Textilsektor. Der tragische Zusammenbruch der neunstöckigen Produktionsfabrik Rana Plaza im April 2013, der etwa tausend Menschen das Leben kostete und 2.000 Menschen verletzte, ist ein Beispiel für die Fahrlässigkeit einiger privater Unternehmen. In der Folge dieser Tragödie unterstützen wir Menschen mit Behinderung mittels der Bereitstellung von therapeutischen Angeboten und der Vermittlung von Arbeitsmöglichkeiten.

Jedes Jahr müssen die Menschen in Bangladesch mit schweren Naturkatastrophen rechnen. Die ersten Opfer sind diejenigen, die aufgrund einer Behinderung oder aufgrund ihres Alters besonders verletzlich sind. Wir achten in der Katastrophenvorsorge besonders darauf, dass diese besonders schutzbedürftigen Menschen in die lokalen Hilfsmaßnahmen involviert sind.

Wir versorgen verschiedene Akteurinnen und Akteure des öffentlichen Lebens, darunter Politikerinnen und Politiker, Forschende, Studierende, Menschen mit Behinderung etc. mit Informationen zum Thema Behinderung. Unser Ziel ist es, Respekt für die Rechte von Menschen mit Behinderung einzufordern.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Bangladesch ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt.

Bangladesch in Südasien ist im Osten und Westen umgeben vom mächtigen Indien und hat eine gemeinsame Grenze mit Myanmar (früher: Burma) im Süden. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt. Nach Schätzungen leben mehr als 49,6% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze von weniger als 1,25 USD pro Tag.  Mit 1.218 Einwohnern pro km² ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt.

Trotz des deutlichen Wirtschaftswachstums bleibt enorme Ungleichheit bestehen. Ökonomisches Wachstum wird ausgebremst durch wiederkehrende Naturkatastrophen (heftige Wirbelstürme und verheerende Überflutungen), Monsune (fünf Monate im Jahr) und interne Faktoren (Korruption, schwache Infrastruktur etc.). Jedes Jahr sind zwischen 50 und 70% des Landes überschwemmt. Ernte, Haus und Viehbestand werden vernichtet.

Etwa 30.000 Nicht-Regierungs-Organisationen arbeiten in Bangladesch in verschieden Bereichen wie soziale Entwicklung, Bildung, Rechte, Mikrokredit, Gesundheit, rechtliche Angelegenheiten. Nur 300 von ihnen engagieren sich für Menschen mit Behinderung. Die meisten von ihnen sind sehr kleine lokale Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderung und haben mit ihrer Arbeit nur sehr begrenzte Reichweite. Eine unserer Hauptaufgaben in Bangladesch ist es daher, die Kapazitäten von solchen Selbsthilfeorganisationen zu stärken.

Benglasdesh - Handicap International
Benglasdesh - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Improving the quality of life of people living in refugee camps in Rohingya and surrounding host communities in Bangladesh
    Mainstream development organizations

    Social and economic empowerment of people with disabilities living in poverty
    DPOs and mainstream development organizations

    Improving the lives of children and youths with disabilities through sport for development
    DPOs

    Setting up an internet information network on disability and an information resource centre
    CSID: Centre for Services and Information on Disability

    Disaster risk management
    ActionAid, Oxfam GB, Concern World Wide, Concern Universal, Plan International, Islamic Relief, CARE