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Burkina Faso

Traditionelle Tabus, religiöse Überzeugungen oder Fatalismus führen zu einer Zurückweisung von Menschen mit Behinderung im Land. Handicap International verteidigt ihre Grundrechte und bringt Kinder mit Behinderung zurück in die Schule.

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Traditionelle Tabus, religiöse Überzeugungen oder Fatalismus führen zu einer Zurückweisung von Menschen mit Behinderung im Land. Handicap International verteidigt ihre Grundrechte und bringt Kinder mit Behinderung zurück in die Schule.
Traditionelle Tabus, religiöse Überzeugungen oder Fatalismus führen zu einer Zurückweisung von Menschen mit Behinderung im Land. Handicap International verteidigt ihre Grundrechte und bringt Kinder mit Behinderung zurück in die Schule.

Laufende Aktivitäten

Auch wenn es in Burkina Faso durchaus dementsprechende Bemühungen gibt, sind Menschen mit Behinderung oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt – und das seit ihrer Kindheit. Sie haben weder Zugang zu Bildung, noch zu einer beruflichen Ausbildung – und genau hier setzt unsere Arbeit an, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

 

Wir fördern und stärken Initiativen, die sich die Achtung der Grundrechte zur Aufgabe gemacht haben: medizinische Versorgung erhalten, arbeiten, zur Schule gehen. Auf diese Weise erleichtern wir mit unserem Schulprojekt für Kinder mit Behinderung den Zugang zu Schulbildung. Um dieses Projekt langfristig zu gestalten, bilden wir Akteurinnen und Akteure im Bereich Behinderung und inklusiver Bildung aus und sensibilisieren diese gleichzeitig. Außerdem tragen wir zu einer Verringerung der Gewalt gegen Kinder bei. Hierfür führen wir Aktivitäten mit dem Ziel durch, die Prävention von Gewalt und sexuellem Missbrauch von Kindern zu fördern, und unterstützen das System zur Kinderbetreuung (medizinisches und psychologisches Personal etc.).

 

1990 starteten wir unseren Einsatz in Burkina Faso – das erste Projekt in Westafrika. In Partnerschaft mit dem Gesundheitsministerium bauten wir eine Orthopädiewerkstatt für ehemalige Kämpfer in eine öffentliche Orthopädiewerkstatt um. Des Weiteren halfen wir anderen Rehabilitationszentren in ihrer Entwicklung. Heute begleiten wir die Errichtung eines regionalen Netzwerkes für funktionale Rehabilitation und seine Integration in das nationale Gesundheitssystem. Zu diesem Zweck bilden unsere Teams Expertinnen und Experten im Bereich Gesundheit und funktionale Rehabilitation aus. Mehr als 120 Personen vom Krankenpflege-, Gesundheits- und Orthopädietechnikpersonal haben hiervon schon profitiert.

Einsatzbereiche

Helfen Sie mit

Hintergrund

Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Vor allem die Schwächsten sind von Analphabetismus, fehlendem Zugang zu medizinischer Behandlung und sinkender Kaufkraft betroffen.

Die schwächsten Teile der Bevölkerung, vor allem Menschen mit Behinderung, haben quasi keinen Zugang zu medizinischer Betreuung und nehmen nur in geringem Maße am wirtschaftlichen und sozialen Leben teil. Es ist schwierig für sie, ihre Grundrechte wie den Zugang zu Bildung, beruflicher Ausbildung und zu Beschäftigung  einzufordern. Die Mehrzahl unter ihnen befindet sich dadurch in einer Situation von Exklusion und sehr großer Armut.

 

85,5%[1] der Menschen mit Behinderung in Burkina Faso haben keinerlei Bildung genossen, während 56,5% keinen beruflichen Aktivitäten nachgehen und 72,6% der Kinder mit Behinderung nicht zur Schule gehen.

 

Das starke demographische Wachstum in der Hauptstadt Ouagadougou, deren Einwohnerzahl mittlerweile 1,5 Millionen übersteigt, ist gleichfalls ein Problem. Dieses zeigt sich in vermehrter Umweltverschmutzung und mangelnder Sicherheit, aber auch in der mangelnden Transportinfrastruktur, Gesundheitsversorgung und Bildung, die nicht den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung angepasst sind. Nach 27 Jahren an der Macht zwang ein Aufstand Blaise Compaoré im Oktober 2014 zum Rücktritt. Eine Übergangsregierung ist bis zu den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2015 an der Macht. Die aktuellen Ereignisse haben das Wachstum des Landes gebremst – es wird für 2015 vom IWF[2] auf 5% geschätzt, eine Verringerung der Voraussagen von 1 bis 2 Punkten.

 

 


[1] Burkina : Allgemeiner Zensus der Bevölkerung und der Wohnsituation, durchgeführt 2006, erschienen im Juli 2008.

[2] IWF : Internationaler Währungsfond

Burkina Faso - Handicap International
Burkina Faso - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Including rehabilitation in health services

    •  Ministry of Health through the supervisory body on public hospitals and the private health subsector (DGHSP)
    • Regional Health Department
    • Tenkodogo Regional Hospital
    • Burkina Faso National Orthopaedic-Fitting Centre
    • Regional Department of Social Work and National Solidarity
    • 6 private rehabilitation centres in Garango, Koupéla, Tenkodogo, Zabré and Ouargaye in the Centre East (city of Tenkodogo) health
      district

    Inclusive education (APPEHL)

    Local education stakeholders (decentralised regional divisions) and National Ministry of Education and Literacy.

    Struggle against violence towards children

    Project in partnership with Terre des Hommes (with support from Handicap International)

    • Terre des Hommes
    • Keeogo Association
    • Tié Association
    • CEATS (Centre d’étude d’appui-conseil en travail social)
    • Ministries (interior, justice, health, basic education, social action and national solidarity)

    Promoting peace between communities following population displacements

    • Association TinHinane, partner for project implementation
    • Ministry of Foreign Affairs and Regional Cooperation.
    • National Commission for Refugees (CONAREF)