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Haiti

Am 12. Januar 2010 zerstörte ein Erdbeben weite Teile Haitis.  230.000 Menschen starben, mehr als 300.000 wurden verletzt. Unsere Teams waren bereits vor Ort und konnten den Betroffenen sofort helfen. Der folgende Nothilfeeinsatz wurde zum größten in der Geschichte von Handicap International. Die Maßnahmen sind heute in langfristige Entwicklungsprojekte übergegangen.

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Am 12. Januar 2010 zerstörte ein Erdbeben weite Teile Haitis.  230.000 Menschen starben, mehr als 300.000 wurden verletzt. Unsere Teams waren bereits vor Ort und konnten den Betroffenen sofort helfen. Der folgende Nothilfeeinsatz wurde zum größten in der Geschichte von Handicap International. Die Maßnahmen sind heute in langfristige Entwicklungsprojekte übergegangen.
Am 12. Januar 2010 zerstörte ein Erdbeben weite Teile Haitis.  230.000 Menschen starben, mehr als 300.000 wurden verletzt. Unsere Teams waren bereits vor Ort und konnten den Betroffenen sofort helfen. Der folgende Nothilfeeinsatz wurde zum größten in der Geschichte von Handicap International. Die Maßnahmen sind heute in langfristige Entwicklungsprojekte übergegangen.

Laufende Aktivitäten

Nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 wurde Handicap International von den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation beauftragt, zusammen mit einer weiteren NGO alle Aktivitäten zur Rehabilitation der Verletzten, zur Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln und zur Unterstützung der Menschen mit Behinderung in Haiti zu koordinieren. 90.000 Menschen wurden in der Folge behandelt und mehr als 1.400 erhielten orthopädische Hilfsmittel, 5.600 Mobilitätshilfen wurden verteilt, 4.500 Rehabilitationssitzungen abgehalten und 25.000 Personen erhielten psychologische Unterstützung. Damit wir der Bevölkerung Haitis nachhaltig helfen können, ist die Nothilfe mittlerweile in langfristige Entwicklungsprojekte übergegangen.

Vor dem Erdbeben gab es in ganz Haiti nur 13 examinierte Fachkräfte für Physiotherapie. Die Förderung der Rehabilitationsberufe ist deshalb einer der Schwerpunkte unserer Arbeit vor Ort. Im August 2015 erhielten 72 Fachkräfte für Reha-Technik ihr Abschlussdiplom. Die von uns ausgebildeten Fachkräfte können nun Prothesen anpassen oder in der Physiotherapie assistieren. Wir ergänzen außerdem die Ausbildung anderer Fachkräfte für Reha-Technik, die nicht am offiziellen Ausbildungsgang teilgenommen haben. Darüber hinaus fördern wir den Zugang zu qualifizierten Rehabilitationsdiensten und leisten  einen – vor allem organisatorischen und technischen – Beitrag zur Verbesserung den Gesundheitsstrukturen.

Einige unserer Projekte helfen besonders schutzbedürftigen Menschen, vor allem Menschen mit Behinderung, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und sich vor ihnen zu schützen. Unsere Teams sensibilisieren und trainieren dazu vor allem die Verantwortlichen – Behörden, Sicherheitsdienste, Projektpartnerinnen und Projektpartner - damit sie die besonders schutzbedürftigen Menschen in ihre Maßnahmen einbeziehen.

Außerdem schlagen wir ein Projekt zur wirtschaftlichen Inklusion von mehr als 200 Menschen mit Behinderung in Port-au-Prince vor, damit diese eigenständig ihren Lebensunterhalt verdienen und für ihre Familien sorgen können. Wir unterstützen Menschen mit Behinderung auf dem Weg in die Selbstständigkeit und sensibilisieren sowohl die Bevölkerung als auch die Verantwortlichen  für das (ungenutzte) Potential von Menschen mit Behinderung.

Ein anderes Tätigkeitsfeld: Kinderschutz. Wir begleiten das Institut für soziale Wohlfahrt dabei, die Zugangsmöglichkeiten von verlassenen Kindern zu den Krankenhäusern zu verbessern. Gleichfalls unterstützen wir die Aufstellung von Normen für die Unterbringung von Kindern in Gastfamilien und Waisenhäusern sowie für die Verfahren zur Identifizierung von schutzbedürftigen und verlassenen Kindern.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr in Haiti zu erhöhen, sensibilisieren wir besonders die Bevölkerung für die Gefahren des Straßenverkehrs und fördern den Zugang von Menschen mit Behinderung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Haiti wird regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht. Im Kontext allgemeiner Armut ist die Situation der Menschen mit Behinderung alarmierend.

Das Land gehört zu den Ärmsten der Welt und leidet unter chronischer politischer Instabilität. Die Bedürfnisse variieren – je nach Zonen und Bevölkerungsgruppen – erheblich. In der Hauptstadt Port-au-Prince sind sie angesichts der sozioökonomischen Situation immens: die Arbeitslosigkeit, die vor allem die Jugend betrifft, die Inflation der Preise für die Grundbedürfnisse, die Unsicherheit, fehlender Zugang zu Trinkwasser, zu Bildung und Gesundheitsdiensten. In den ländlichen Gebieten ist der Mangel an Dienstleistungen (Schulen, Gesundheitsdienste) beträchtlich, und die Bevölkerung ist angesichts der Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürre) sehr gefährdet. In diesem Kontext allgemeiner Armut ist die Situation der Menschen mit Behinderung noch alarmierender und ihre grundlegendsten Bedürfnisse – Nahrung, Wohnung, Gesundheitsdienste, Zugang zu Hilfsmitteln, Sicherheit – sind oftmals nicht gedeckt.

Key figures - Handicap international
Key figures - Handicap international
Weltweites Engagement:

Partner

  • Risk and disaster management

    • Civil Protection Department
    • International humanitarian organisations which are active in the field of risk and disaster management
    • Civil society organisations which are active in the field of risk and disaster management
    • Office of the Secretary of State for the Inclusion of People with Disabilities (BSEIPH)

    Accessibility and transport

    • BSEIPH (Office of the Secretary of State for the Inclusion of People with Disabilities)
    • Ministry of Economic and Financial Affairs
    • Delmas Town Hall
    • Ministry of Public Works, Transport and Communication (MTPTC)
    • Traffic department
    • Public transport drivers’ union (APCH)
    • Inter-ministerial committee for land management and planning (CIAT)
    • Organisation for People with Disabilities on the Move (ASHAMO)
    • Haitian organisation for the blind (SHAA)

    Rehabilitation

    • Public institutions (MSPP)
    • ​Local rehabilitation facilities
    • Healing Hands for Haiti (HHHH)
    • Nos Petits Frères et Soeurs (NPFS)
    • 6 departmental hospitals
    • Special Education Centre
    • AFYA
    • Hôpital Espoir
    • Mc Gill University (Canada)
    • Hôpitaux Universitaire de Genève
    • OFATMA

    Child protection

    • Uramel, Institute of Social Welfare and Research (IBESR)
    • Office of the Secretary of State for the Inclusion of People with Disabilities
    • International rescue Committee (IRC)
    • 2 hospitals

    Economic inclusion

    • Sant Kore Lavi
    • BSEIPH (Office of the Secretary of State for the Inclusion of People with Disabilities
    • Three economic development operators: occupational training centre, microfinance institute, shopping centre

    Community resettlement

    • Resettlement operators
    • BSEIPH (Office of the Secretary of State for the Inclusion of People with Disabilities)
    • Disabled People’s Organisations (DPOs)
    • Specialised services

    Road safety

    • Delmas Town Hall
    • Ministry of Public Works, Transport and Communication (MTPTC)
    • Ministry of Public Health and Population (MSPP)