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Irak

Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen.

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Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen.
Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen.

Laufende Aktivitäten

Im Irak engagieren wir uns seit mehr als 20 Jahren mit unserer Expertise bei der Herstellung von Prothesen und Bewegungshilfen sowie dem Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste (Unterstützung der Opfer und Sensibilisierung der Bevölkerung für die von diesen Waffen ausgehenden Gefahren). Wir unternehmen außerdem Aktionen zur Förderung der Rechte und Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung.

Seit Juni 2014 sind wir an der Seite der Irakerinnen und Iraker aus Irakischen Kurdistan, die vor bewaffneten Gruppen und deren Angriffen geflohen sind. Mobile Rehabilitationsteams betreuen Menschen mit Behinderung und besonders schutzbedürftige Flüchtlinge. Entsprechend ihren Bedürfnissen erhalten sie Mobilitätshilfen (Krücken, Rollatoren, Rollstühle usw.) und Rehabilitationsmaßnahmen. Falls erforderlich werden sie zu weiteren Einrichtungen vermittelt und transportiert, die die von ihnen benötigten Hilfen anbieten. Ebenfalls seit Juni 2014 unterstützen wir auch syrische Flüchtlinge im Gouvernement Erbil. Unser Ziel ist es, für Menschen mit Behinderung und für andere besonders schutzbedürftige Menschen den Zugang zu humanitären Hilfeleistungen zu gewährleisten. Auch dort verteilen unsere mobilen Teams Mobilitätshilfen wie Krücken, Rollatoren und Rollstühle. Die Anlaufstellen „Behinderung und Schutzbedürftigkeit“ (DVFP) sorgen vor allem mithilfe einer Kartographie der vorhandenen Hilfsdienste dafür, dass die besonders Schutzbedürftigen Zugang zu humanitärer Hilfeleistung erhalten.

Mehr als 63.000 Personen haben bereits von diesen Aktivitäten profitiert.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Kriege, Attentate und politische Krisen folgen im Irak seit 35 Jahren aufeinander. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung.

Seit 1979 und der Machtübernahme durch Saddam Hussein hat der Irak drei mörderische Kriege, blutige Unterdrückung, darunter die der Kurden und Schiiten, und ein mehr als zehnjähriges Embargo erlebt. Im April 2003 stürzte eine von den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich angeführte Koalition das Regime von Saddam Hussein. Dieser dritte Golfkrieg endete am 1. Mai 2003, aber Attentate und politische Kriege wechselten einander ab. Allein zwischen März 2003 und Januar 2012 waren 250.000 Menschen aus der Zivilbevölkerung direkt von bewaffneter Gewalt betroffen. Der Irak gilt als eins der am meisten von Minen und Streubomben kontaminierten Länder der Welt.

 

Im Juni 2014 verursachten Angriffe bewaffneter Gruppen erhebliche Bevölkerungsbewegungen. Laut UNHCR  flüchteten 2,5 Millionen Menschen in die Regionen im Norden des Landes, davon fast 980.000 nach Irakisch Kurdistan. Schätzungen ergaben, dass 40% dieser Flüchtlinge besonders schutzbedürftig sind, was die Gesundheitseinrichtungen dieser Regionen an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht hat. Handicap International ist bereits seit 1991 Im Irakischen Kurdistan präsent. Heute unterstützen wir vertriebene Menschen mit  Verletzungen oder Behinderungen. Unser Ziel ist es, ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden und ihren Zugang zu humanitären Hilfeleistungen zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass sie in alle humanitären Maßnahmen miteinbezogen werden, vermitteln darüber hinaus den Zugang zu den Angboten anderer Organisationen vor Ort – NGOs, lokale und regionale Behörden.

Weltweites Engagement:

Partner

  • Improving access to rehabilitation services in northern Iraq

    Physical rehabilitation centres in the region, including the Kurdish Organisation for the Rehabilitation of the Disabled, the Teaching Children Rehabilitation Centre in Sulaymaniyah and the Early Detection of Childhood Disabilities Centre in Dohuk.

    • Seven disabled people’s organisations (DPO) and community-based associations responsible for the administration and coordination of “Disability Information Points”: Nujeen / Democratizing The Family Organisation, Thalassemia Association, Rozh Society for Handicapped, Zheen Society for Physical Handicap, the Association of Protecting the Rights of Mentally Handicapped in Kurdistan (KRRPS), Blinds Association, Short Statures Association and the Iraqi Alliance of Disability Organizations (IADO).

    Emergency response to the Syrian crisis

    Project undertaken in partnership with the Danish Refugee Council

     

    Emergency response for internally displaced persons – Protection and healthcare

    KORD Rehabilitation Centre (Kalar), Biladi Association (Kalar) KORD Rehabilitation Centre (Halabja), Directorate of Health (Kirkuk), Iraqi Kurdistan Mine Action Agency (IKMAA).

     

    Empowering Syrian refugees with injuries or disabilities

    This project is being undertaken in Iraq in partnership with the Nujeen / Democratizing The Family Organisation.