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Kolumbien

In Kolumbien fördert Handicap International die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung, insbesondere der Überlebenden von bewaffneten Konflikten und Landminen.

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In Kolumbien fördert Handicap International die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung, insbesondere der Überlebenden von bewaffneten Konflikten und Landminen.
In Kolumbien fördert Handicap International die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung, insbesondere der Überlebenden von bewaffneten Konflikten und Landminen.
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Laufende Aktivitäten

Kolumbien hat ein schlechtes Pflegesystem für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig sind die Bedürfnisse an ein solches System enorm. Wir bilden deshalb Reha-Fachkräfte weiter, verbessern die Qualität und die Zugänglichkeit von Rehabilitationsleistungen und unterstützen die Politik dabei, mehr Gewicht auf qualitativ hochwertigere Reha-Dienste zu legen.

Darüber hinaus fördern wir Organisationen von Menschen mit Behinderung. Diese sollen mehr an Entscheidungsprozessen zur sozialen Inklusion der schutzbedürftigsten Menschen teilhaben und besser für ihre Rechte eintreten können.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderung Zugang zu einkommensschaffenden Tätigkeiten finden, insbesondere durch die Schaffung von Ausbildungsplätzen.

Bewaffnete Gewalt ist in Kolumbien alltäglich, Konfliktgebiete sind stark vermint. Tausende von Menschen wurden bereits zu Opfern dieser Waffen und die meisten Überlebenden haben eine oder mehrere Behinderungen. Wir engagieren uns in zehn kolumbianischen Departements für die Überlebenden, bieten ihnen medizinische und psychologische Betreuung an und fördern ihre Eigenständigkeit. Darüber hinaus werden wir bald mit Entminungsaktivitäten beginnen.

In zehn Regionen des Departments Antioquia unterstützten unsere Fachkräfte 500 besonders schutzbedürftige Menschen, die von bewaffneten Konflikten betroffen waren. Durch den Bau von Unterkünften wurde ihre Sicherheit erhöht, außerdem wurde ihr Zugang zu Nahrung gesichert und ein Programm zur Neuorganisation von Landwirtschaft und Viehzucht aufgestellt.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Kolumbien ist weltweit das Land mit den zweitmeisten Minenopfern - über 10.000 in den letzten 25 Jahren. Laut Studien von Handicap International haben 80% der Überlebenden eine Behinderung.

50 Jahre Konflikt haben Kolumbien zu einem Land gemacht, das extrem unter bewaffneter Gewalt leidet. Die große soziale Ungleichheit spaltet das Land und ist einer der Gründe für massiven Drogenhandel und Kriminalität. Minen sind in den Konfliktgebieten allgegenwärtig. Zwischen 1990 und März 2013 forderten Landminen und andere explosive Kriegsreste laut dem Minenaktionsprogramm des Präsidenten mehr als 10.000 Opfer. Darüber hinaus leben gemäß einer Umfrage von Handicap International 80% der Überlebenden mit einer Behinderung. Betroffen sind vor allem die Ärmsten, die überwiegend in abgelegenen Gebieten mit schlechten Gesundheitsstrukturen leben. Für sie ist das Betreuungssystem in allen Bereichen mangelhaft und Menschen mit Behinderung sind ausgegrenzt.

 

Während der 1. Revisionskonferenz zum Streubombenverbot in Dubrovnik (Kroatien/ September 2015) hat Kolumbien den Oslo-Vertrag, der den Einsatz, die Herstellung, die Überstellung und die Lagerung von Streumunition weltweit verbietet, unterzeichnet.

 

Key figures - Handicap International
Key figures - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Functional rehabilitation

    Universidad del Valle, Cali, Fondation FEDAR , Fondation Ideal.

    Support to organizations

    Colombian associations, Programa de Acción por la Igualdad y la Inclusión Social (PAIIS), Federación Nacional de Colombia Sordos (Fenascol), Asociación colombiana de síndrome de down (Asdown), Surcoe (asociación colombiana de sordociegos), Red Colombiana de Redes de personas con discapacidad – REDESCOL y el Nodo Comunitario de salud mental y convivencia.

    Socio-economic inclusion

    Amigos con Calor Humano, Servicia Nacional de Aprendizaje, ministère du Travail et 3 associations colombiennes

    Assisting civilian victims of anti-personnel mine accidents

    • Pastoral Social,

    • Fundación Social Valle de Puvenza,

    • Hospital Universitario de Santader,

    • Hospital Universitario San Vicente,

    • Fundación REI para la Rehabilitación Integral,

    • International Committee of the Red Cross (ICRC)

    • Camp Coordination and Camp Managment, CCCM,

    • Programa Presidencial para la Acción contra Minas, PAICMA.