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Libanon

Im Libanon unterstützt Handicap International syrische Flüchtlinge durch Nothilfemaßnahmen, insbesondere indem unsere Teams den Zugang von besonders schutzbedürftigen Menschen zu Reha-Maßnahmen, Prothesen und Orthesen fördern. Parallel dazu verbessert ein Entwicklungsprojekt die Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Verletzungen am Leben in ihren Gemeinschaften.

 

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Im Libanon unterstützt Handicap International syrische Flüchtlinge durch Nothilfemaßnahmen, insbesondere indem unsere Teams den Zugang von besonders schutzbedürftigen Menschen zu Reha-Maßnahmen, Prothesen und Orthesen fördern. Parallel dazu verbessert ein Entwicklungsprojekt die Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Verletzungen am Leben in ihren Gemeinschaften.

 
Im Libanon unterstützt Handicap International syrische Flüchtlinge durch Nothilfemaßnahmen, insbesondere indem unsere Teams den Zugang von besonders schutzbedürftigen Menschen zu Reha-Maßnahmen, Prothesen und Orthesen fördern. Parallel dazu verbessert ein Entwicklungsprojekt die Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Verletzungen am Leben in ihren Gemeinschaften.

 

Laufende Aktivitäten

Mehr als eine Million Syrerinnen und Syrer, die Hälfte von ihnen Kinder, haben im Libanon Zuflucht gefunden. Die Mehrheit dieser Menschen ist auf kleine Wohnungen, Gemeinschaftsunterkünfte, unbesetzte Häuser und Notunterkünfte verteilt und verfügt über keinerlei Mittel.

Handicap International setzt sich seit dem Sommer 2012 vor allem in Nord-Libanon und in der Bekaa-Ebene für diese Flüchtlinge ein und hat bereits 115.000 von ihnen geholfen. Unter anderem haben wir feste und mobile Anlaufstellen "Behinderung und Schutzbedürftigkeit" aufgebaut. So sollen besonders schutzbedürftige Menschen, darunter Menschen mit Behinderung, identifiziert und mit spezifischer Hilfe unterstützt werden (Verteilung von Krücken, Rollstühlen und Prothesen, physiotherapeutische Behandlung, psychosoziale Unterstützung…). Falls notwendig werden die Menschen an andere Organisationen überwiesen. Außerdem helfen unsere Teams verwundeten syrischen Flüchtlingen in den Krankenhäusern und Kliniken durch Physiotherapie und die Verteilung von Hilfsmitteln.

Handicap International ist bereits seit 2006, als Folge des israelisch-libanesischen Konflikts von 2006, mit Entminungsprojekten im Norden des Landes im Einsatz, leistet psychologische und psychosoziale Betreuung  für palästinensische Flüchtlingskinder und unterstützt Organisationen von Menschen mit Behinderung, um ihre Rechte zu verteidigen.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Die syrischen Flüchtlinge machen mehr als ein Viertel der libanesischen Bevölkerung aus. Ängste und Spannungen entstehen in dem zunehmend instabilen Land.

Syrienkonflikt
Seit über vier Jahren dauern die Kämpfe in Syrien mittlerweile an und zwangen bisher 1,2 Millionen  Menschen, in den Libanon zu fliehen. Unter ihnen befindet sich eine wachsende Zahl von besonders schutzbedürftigen Menschen.

Laut einer im April 2014 im Libanon und in Jordanien durchgeführten Studie von Handicap International in Zusammenarbeit mit HelpAge International, weisen 5,7% der Flüchtlinge, d.h. mehr als 90.000 Menschen, schwere Verletzungen auf . Drei von vier Verletzungen führen aufgrund ihrer Schwere und fehlender medizinischer Versorgung zu einer dauerhaften Behinderung.

Palästinensische Flüchtlinge
Im Libanon lebt eine große palästinensische Flüchtlingsgemeinschaft. Laut dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten lebten 2013 etwa 455.000 palästinensische Flüchtlinge im Libanon. 53% von ihnen in Lagern, die anderen in inoffiziellen Gemeinschaftsunterkünften. Zwar wird diese Gemeinschaft von den libanesischen Behörden mehr oder weniger anerkannt. Dennoch haben die Betroffenen nur einen eingeschränkten Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem des Landes.

Minen und andere explosive Kriegsreste
Fünfzehn Jahre Bürgerkrieg (1975-1990) und die Bombardierungen und Kämpfe von 2006 und 2007 hinterließen im Libanon ein tragisches Vermächtnis: Allein während des Sommers von 2006 warf Israel über 4 Millionen Submunitionen aus Streubomben in weniger als 72 Stunden auf libanesischem Territorium ab. Noch heute bedrohen Hunderttausende nicht-explodierte Submunitionen die Bevölkerung.
Handicap International beseitigt diese explosiven Kriegsreste im Libanon seit 2006. Heute räumen unsere Teams vor allem landwirtschaftliche Nutzflächen im Norden.

Rechte von Menschen mit Behinderung
Die Unterstützung von Menschen mit Behinderung konzentriert sich in erster Linie auf den Zugang zu spezialisierten Dienstleistungen, die weitgehend von lokalen Organisationen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus fördern wie die Anerkennung der Rechte von Menschen mit Behinderung. Wir unterstützen deshalb in erster Linie Gesetzesänderungen,  damit Menschen mit Behinderung wie alle anderen am Leben teilhaben können und die gleichen Rechte genießen. Die Umsetzung der Gesetze erfolgt jedoch vor allem in den ärmsten und abgelegenen Gebieten noch nicht systematisch. In der Regel haben Menschen mit Behinderung im ländlichen Raum nur erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Sozialabsicherung.

Key figures - Handicap International
Key figures - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Psychosocial and psychological support

    • Family Guidance Centre (FGC) in the region of Tyr ;
    • Community Based Rehabilitation Association (CBRA) in Northern Lebanon ;
    • Palestinian Child and Youth Institute in Northern Lebanon.

    Weapons clearance

    Lebanese Mine Action Centre (LMAC)

    Empowerment of injured and disabled Syrian refugees

    • Arab NGO Network for Development (Lebanon)
    • Nujeen for Family Democratising Organisation (Iraq)