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Palästina

Ein Jahr nach dem Konflikt vom Sommer 2014 leben die Menschen in Gaza noch immer unter der Bedrohung explosiver Kriegsreste. Mindestens 4.500 Explosivkörper befinden sich unter den Trümmern zahlreicher Wohnungen und zerstörter Infrastruktur. Handicap International sensibilisiert die Bevölkerung für die Risiken und hilft so, neue Opfer zu vermeiden. Unsere Teams engagieren sich zudem mit Entwicklungsprojekten auf dem gesamten palästinensischen Gebiet.

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Ein Jahr nach dem Konflikt vom Sommer 2014 leben die Menschen in Gaza noch immer unter der Bedrohung explosiver Kriegsreste. Mindestens 4.500 Explosivkörper befinden sich unter den Trümmern zahlreicher Wohnungen und zerstörter Infrastruktur. Handicap International sensibilisiert die Bevölkerung für die Risiken und hilft so, neue Opfer zu vermeiden. Unsere Teams engagieren sich zudem mit Entwicklungsprojekten auf dem gesamten palästinensischen Gebiet.
Ein Jahr nach dem Konflikt vom Sommer 2014 leben die Menschen in Gaza noch immer unter der Bedrohung explosiver Kriegsreste. Mindestens 4.500 Explosivkörper befinden sich unter den Trümmern zahlreicher Wohnungen und zerstörter Infrastruktur. Handicap International sensibilisiert die Bevölkerung für die Risiken und hilft so, neue Opfer zu vermeiden. Unsere Teams engagieren sich zudem mit Entwicklungsprojekten auf dem gesamten palästinensischen Gebiet.

Laufende Aktivitäten

Nach einer Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Palästina und Israel am 8. Juli 2014 startete die israelische Armee die Operation Protective Edge (Schutzgrenze). Die kommenden 50 Tage wurden extrem gewalttätig. Mehr als 2.000 Menschen starben auf palästinensischer Seite – mehrheitlich aus der Zivilbevölkerung – und über 10.000 wurden verletzt. Auf israelischer Seite starben fünf Menschen aus der Zivilbevölkerung und 67 aus der Armee. 216 Schulen und 33 Krankenhäuser wurden zerstört. Die Angriffe zwangen die Zivilbevölkerung zu fliehen. Nach dem Ende der Kampfhandlungen kehrten die Menschen in ihre Viertel zurück – und leben seit dem mit  der tödlichen Gefahr durch explosive Kriegsreste.

„Die Kampfhandlungen hinterließen eine Vielzahl explosiver Kriegsreste. Sie schränken die Mobilität der gesamten Bevölkerung ein und auch heute noch sterben oder verletzten sich Menschen.  Wir müssen deshalb die Menschen über die Risiken informieren, die durch die explosiven Kriegsreste bestehen, und ihnen lebensrettende Reflexe beibringen.“

Guillaume Zerr, Leiter der Mission Handicap International für die Palästinensischen Gebiete

Seit März 2015 hat Handicap International schon knapp 700 Aufklärungsveranstaltungen zu den Risiken explosiver Kriegsreste für die mehr als 5.000 Erwachsenen und Kinder geleitet. Unsere Fachkräfte evaluieren die beschädigten oder zerstörten Gebäude und ermitteln deren Gefahrengrad. Falls nötig werden daraufhin zunächst Teams zur Beseitigung von Trümmern und später Teams zur Räumung von explosiven Kriegsresten engagiert.
In den sechs Monaten nach dem Konflikt führte Handicap International in Kooperation mit den vier lokalen Partnern über 28.000 Rehabilitationssitzungen für mehr als 4.800 Menschen durch. Fast 6.400 Menschen konnten außerdem an die Dienste anderer, spezialisierter Organisationen vermittelt werden. Handicap International verteilte außerdem 2.500 Mobilitätshilfesets (Krücken, Rollstühle) und 4.000 Nonfood-Artikel wie Decken und Hygieneartikel. Außerdem erhielten mehr als 2.000 Menschen psychologische Unterstützung.
Handicap International ist bereits seit 1996 in den palästinensischen Gebieten im Einsatz. Mit unseren lokalen palästinensischen Partnerorganisationen arbeiten wir nicht nur in den oben genannten Einsatzbereichen. Darüber hinaus verbessern wir die Betreuung von Kindern mit zerebraler Lähmung, fördern die Rechte von Menschen mit Behinderung und deren Inklusion in die Gesellschaft und verbessern den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Die Menschen in den palästinensischen Gebieten leben aufgrund der chronischen Krise mit Israel und der Blockade des Gazastreifens mehr schlecht als recht. Für Menschen mit Behinderung geht es oft ums nackte Überleben. 

Die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten hat sich seit 2000 und der zweiten Intifada deutlich verschlechtert. Nach dem Wahlsieg der Hamas und deren Regierungsbildung wurde die internationale Hilfe für die palästinensischen Behörden eingefroren. Die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verschlechterten sich rapide. Seit der Verdrängung der Fatah im Gazastreifen im Jahr 2007 ist dem Gazastreifen eine Blockade durch Israel und Ägypten auferlegt.
Die Ereignisse des Sommers 2014 zwangen 440.000 Menschen, Zuflucht in gemeinschaftlichen Notunterkünften zu suchen, Tausende starben oder wurden verletzt. Das Chaos ist überall, mehr als 200 Schulen und etwa fünfzig Krankenhäuser liegen in Trümmern.

Situation von Menschen mit Behinderung
Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser betrifft vor allem Menschen mit Behinderung. Ihre Mobilität wird noch mehr eingeschränkt und sie haben einen erschwerten Zugang zu Dienstleistungen. Hinzukommt, dass besonders die Westbank sehr hügelig ist und öffentliche Verkehrsmitteln nur selten barrierefrei sind.
Zwar werden Menschen mit Behinderung als Helden angesehen, wenn ihre Behinderungen aus Kampfhandlungen mit Israel oder der Intifada entstanden sind. Doch nach wie vor gibt es viele Vorurteile und sie werden auf allen Ebenen der Gesellschaft diskriminiert, insbesondere in den Bereichen Bildung und Arbeit. Dies ist besonders problematisch für Frauen mit Behinderung und Mütter von Kindern mit Behinderung.

 

Key figures - Handicap International
Key figures - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Case-management of children with cerebral palsy

    • Palestine Avenir Childhood Foundation (PACF)
    • Baitona Society for Community Development
    • National Society for Rehabilitation

    Improving access to essential services in Palestine

    • Bethlehem Arab Society for Rehabilitation
    • Palestinian Medical Relief Society
    • Society of Physically Handicapped people Gaza strip
    • Palestine Avenir for Childhood Foundation

    Promoting action to foster the inclusion of isolated and disabled people in Palestine 

    • Palestinian Medical Relief Society (PMRS),
    • National Society for Community Rehabilitation (NSR),
    • Baitona Society for Community Development,
    • Health Work Committees (HWC),
    • Stars of Hope Society (SHS),
    • Palestine Avenir For Childhood Foundation (PACF).

    Support for Disabled People’s Organisations

    Seven DPOs: Al-Amal Association for Deaf (Qalqiliah), Aswat for Mental Disabilities (Nablus), Albaseera Forum for Blind (Jenine), Stars of Hope for empowerment of Women with disabilities (Ramallah), Together for Change Group (Gaza), Association of Visual Impairment Graduate League (Gaza), Peace Sport Club for Persons with Disability (Gaza).