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Ruanda

Der Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung ist mehr als 20 Jahre her, seine Folgen sind in Ruanda jedoch noch immer spürbar: 29% der Einwohner leiden unter einem post-traumatischem Stress-Syndrom. Handicap International hilft ihnen dabei, gegen ihr psychisches Leid anzugehen und fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft.

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Der Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung ist mehr als 20 Jahre her, seine Folgen sind in Ruanda jedoch noch immer spürbar: 29% der Einwohner leiden unter einem post-traumatischem Stress-Syndrom. Handicap International hilft ihnen dabei, gegen ihr psychisches Leid anzugehen und fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft.
Der Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung ist mehr als 20 Jahre her, seine Folgen sind in Ruanda jedoch noch immer spürbar: 29% der Einwohner leiden unter einem post-traumatischem Stress-Syndrom. Handicap International hilft ihnen dabei, gegen ihr psychisches Leid anzugehen und fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft.

Laufende Aktivitäten

Ruanda war schwer gezeichnet vom Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung, der 1994 das Leben von 800.000 Menschen kostete. Handicap International begann unmittelbar nach dieser humanitären Katastrophe mit der Arbeit. Zwei Jahre später initiierten wir das erste Projekt für psychische Gesundheit.

Mehr als zwanzig Jahre später leidet noch immer eine extrem hohe Zahl an Menschen in der Region am post-traumatischen Stress-Syndrom. Trotz nationaler Bemühungen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung vor allem in diesem Bereich seit 1995 ist der Hauptgrund vieler psychischer Erkrankungen immer noch der Völkermord. Wir ergreifen Maßnahmen zur Förderung mentaler Gesundheit für die betroffenen Menschen und helfen ihnen, wieder Halt zu finden. Wir unterstützen besonders Menschen mit Behinderung, die unter psychologischen Schwierigkeiten als Folge von Gewalt leiden, z. B. durch Selbsthilfegruppen.

Wir unterstützen außerdem bedürftige ruandische Kinder, vor allem Kinder mit Behinderung. Wir setzen uns dafür ein, dass der Schutz von Kindern in Ruanda gestärkt wird – vor allem, um Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen. Außerdem arbeiten wir mit dem Bildungsministerium zusammen, um allen Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen, etwa durch Lehrerfortbildungen oder barrierefreien Umbau von Schulgebäuden für Kinder mit Behinderung.

Wir befürworten und unterstützen die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die ruandische Gesellschaft, insbesondere auf Gemeindeebene. Durch technische oder finanzielle Unterstützung fördern wir Verbände, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen. Dies ermöglicht es den Verbänden, Maßnahmen durchzuführen, die die Rechte und gesellschaftliche Beteiligung von Menschen mit Behinderung stärken.

Für einen besseren Umgang mit Behinderung führen wir Aus- und Fortbildungen im Bereich Physiotherapie durch. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass der physiotherapeutische Beruf auf nationaler Ebene als solcher anerkannt wird. Darüber hinaus arbeiten unsere Teams daran, die Prävention und Pflege im Bereich Epilepsie zu verbessern, insbesondere für Mütter und Kinder.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Ruanda erholt sich langsam vom Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung, die 1994 das Leben von 800.000 Menschen kostete.

Der Völkermord an der Tutsi-Bevölkerung in Ruanda wurde zwischen April und Juli 1994 verübt. Innerhalb von 100 Tagen verloren mehr als 800.000 Menschen ihr Leben. Dies brachte extremes Leid über die überlebende Bevölkerung. Der Völkermord steht am Anfang eines bisher nie da gewesenen ethnischen Konfliktes im Herzen Afrikas.

Zwei Jahrzehnte später hat das Land bedeutende Fortschritte zu verzeichnen: Nach Angaben der Weltbank ist das Bruttoinlandsprodukt um das Fünffache gestiegen. Die Armut ist um 25% zurückgegangen und Ungleichheiten wurden verringert. Die Millennium-Entwicklungsziele bezüglich der Verminderung der Säuglingssterblichkeit wurden erreicht und Ruanda ist auf einem guten Weg, auch folgende Ziele zu erreichen: Grundschulbildung für alle, Gleichberechtigung und Verringerung der Sterblichkeitsrate bei den unter Fünfjährigen. Außerdem wurden Armut und Einkommensungleichheiten reduziert.

Eine Notwendigkeit bleibt bestehen: Der Schutz und die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung und besonders schutzbedürftigen Personen. Tatsächlich ist es so, dass trotz des wirtschaftlichen Wachstums und der Weiterentwicklung der Grundversorgung (z.B. Gesundheitsversorgung, Zugang zu Wohnraum und Bildung) in Ruanda sehr viele Menschen in wirtschaftlicher, psychologischer und sozialer Hinsicht immer noch sehr bedürftig sind. Fast 29% der ruandischen Bevölkerung leiden unter posttraumatischem Stress-Syndrom und 53% unter Depressionen, die mit dem Völkermord in Zusammenhang stehen.

Darüber hinaus wird Menschen mit Behinderung ein Platz in der Gesellschaft verweigert und die Behörden kümmern sich nicht um sie. Die technischen und finanziellen Ressourcen, die dem Umgang mit Behinderung zugedacht werden, sind immer noch sehr begrenzt und die Zivilgesellschaft, gestärkt durch die zahlreichen Nicht-Regierungs-Organisationen, die sich für Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen, brauchen bessere Unterstützung.

Handicap International Ruanda
Handicap International Ruanda
Weltweites Engagement:

Partner

  • Prevention and case-management of age-disability-gender-based violence through an approach to mental health

    • The mental health division of the Ministry of Health
    • 5 local organisations

    Promoting the civic, social and economic inclusion of vulnerable people 

    • Voluntary Service Overseas (VSO)
    • StriveFoundation Rwanda

    Ubuntu Care: protection of children with disabilities from sexual violence (Rwanda, Burundi and Kenya)

    • Association pour l’encadrement sûr des enfants orphelins et autres enfants vulnérables de Kivumu  (APESEK) 
    • KOMERA Centre
    • Ministry of Gender and Women Promotion / National Council for Children

    Promoting an inclusive socio-educational approach to meet the specific needs of disabled students

    • Kigali institute of education
    • Rwanda Education Board
    • Voluntary Service Overseas (VSO)
    • ADRA Rwanda
    • L’association Jya Mubandi Mwana de GASABO
    • La congrégation des Sœurs Bernardines / CEFAPEK à Kamonyi
    • Le Collectif TUBAKUNDE, le diocèse de Nyundo / Centre Komera à Rutsiro
    • Ubwme Community Center de Rubavu
    • Le district de MUHANGA
    • Autorités locales de Gasabo, Kamony, Muhanga, Rutsiso, Rusizi, Rubavu and Karongi

    Promoting access to care for epileptic patients and their community  inclusion in in the Western Province of Rwanda

    • Ministry of Health 
    • Rwanda Epilepsy League (REL)

    Building the capacities of disabled people’s organisations to promote the civil, social and economic involvement of their members

    • NUDOR 
    • AGHR

    Implementing basic occupational therapy training in Rwanda

    • College of Medicine and Health Sciences
    • Ministry of Health

    Promoting the inclusion of people with disabilities through an inclusive and community-based rehabilitation 
    approach

    • Gahini centre 
    • Action for Inclusive Education Development in Rwanda (AIEDR)
    • General Disabled People’s Organisation of Rwanda (AGHR)