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Togo

Angst, Tabus, Glaube oder Fatalismus führen zur Stigmatisierung und Isolierung von Menschen mit Behinderung in Togo. Handicap International unterstützt sie und bemüht sich, die Einstellung der Bevölkerung zu Menschen mit Behinderung zu verändern.

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Angst, Tabus, Glaube oder Fatalismus führen zur Stigmatisierung und Isolierung von Menschen mit Behinderung in Togo. Handicap International unterstützt sie und bemüht sich, die Einstellung der Bevölkerung zu Menschen mit Behinderung zu verändern.
Angst, Tabus, Glaube oder Fatalismus führen zur Stigmatisierung und Isolierung von Menschen mit Behinderung in Togo. Handicap International unterstützt sie und bemüht sich, die Einstellung der Bevölkerung zu Menschen mit Behinderung zu verändern.

Laufende Aktivitäten

In Togo leben 58,7% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Zahl der Menschen mit Behinderung wird auf ungefähr 620.000 geschätzt. 10% von ihnen sollen ein orthopädisches Hilfsmittel benötigen. Außerdem besagt der traditionelle Glaube häufig, dass Menschen mit Behinderung Opfer eines Fluches oder Zaubers sind und damit z.B. das Fehlverhalten eines Elternteils von den Göttern bestraft wird. Diese Vorstellungen führen oft dazu, dass Eltern von Kindern mit Behinderung ihre Kinder aus Scham von der Gesellschaft abschirmen und vor anderen verstecken. Da sie von Spielen mit anderen Kindern, von der Schule und von anderen Bildungsmöglichkeiten ausgeschlossen sind, werden aus Kindern mit Behinderung oft Erwachsene, die ebenso ausgeschlossen sind. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerorganisationen auf Verbands- und Regierungsebene engagieren wir uns für eine Veränderung dieser Lebensbedingungen.

Zu Beginn des Engagements 1992 unterstützten wir sieben Orthopädiezentren im Land. Es folgte die Mitarbeit bei der Gründung der Nationalen Hochschule für Hilfskräfte im Gesundheitswesen (ENAM), der einzigen Hochschule in Westafrika, in der französischsprachige Fachkräfte für Orthopädie und Logopädie ausgebildet werden. Im Jahr 2000 gingen wir eine Partnerschaft mit Orthophonistes du Monde (ODM, Logopäden der Welt) ein, um die Gründung eines Logopädiestudiengangs an der ENAM zu ermöglichen. Wir werden die ENAM noch bis Ende 2015 unterstützen, damit diese Einrichtung ihr internationales Ansehen und ihre administrative und finanzielle Unabhängigkeit weiter stärken kann.

Wir möchten die soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderung fördern, indem wir möglichst konkrete Lösungen anbieten. Dazu gehören die Bereitstellung von Hilfsmitteln, die Wiedereingliederung in die Berufsausbildung, die Sicherstellung von körperlicher und geistiger Gesundheit (insbesondere die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern im Schulalter), die schulische Inklusion, die Sensibilisierung der Gemeinden für Behinderung sowie der Einsatz für die Rechte der Menschen mit Behinderung. Wir müssen die Menschen in Togo überzeugen, dass Menschen mit Behinderung vollwertige Mitmenschen sind, die aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen und können.

Schließlich führen wir in Togo ein Pilotprojekt durch, um Lage von Häftlingen zu verbessern – einerseits während ihrer Haft, andererseits bei ihrer Rückkehr zu ihren Familien. Wir versuchen, die negativen Auswirkungen der Haft auf die psychische Gesundheit der Inhaftierten in den Vordergrund zu stellen. Das Ziel besteht darin, Lösungen anzubieten, damit dieses Problem von der Gefängnisverwaltung und von allen Beteiligten (Familien der Häftlinge, Gemeinden, Zentren für psychische Gesundheit etc.) stärker berücksichtigt wird.

Helfen Sie mit

Hintergrund

Seit 1991 ist Togo von einer wachsenden Wirtschaftskrise betroffen. Das Ausbleiben politischer Veränderungen über einen Zeitraum von 40 Jahren hat dazu geführt, dass die internationale Hilfe drastisch gekürzt wurde. Heute erholt sich das Land.

Nach dem Tod des ehemaligen Präsidenten und der darauf folgenden umstrittenen Wahlen von 2005 haben sich die wirtschaftlichen Kennzahlen des Landes weiter verschlechtert. Nach den Parlamentswahlen im Oktober 2007, die von der internationalen Gemeinschaft als fair eingestuft wurden, erholt sich Togo von einer 19 Jahre langen beispiellosen sozialen und politischen Krise. Die internationale Zusammenarbeit, die während dieser Jahre aufgrund der fehlenden Demokratie eingefroren worden war, wurde wieder aufgenommen. Die Präsidentschaftswahlen im März 2010 verliefen ruhig und der amtierende Präsident ging als Sieger hervor.

Seither erfährt Togo ein Wirtschaftswachstum, aber dieser Aufschwung führt bisher leider nicht zu einer positiven Entwicklung der Lebensbedingungen der togolesischen Bevölkerung. Das Land bleibt auf Rang 166 von 187 des Index für menschliche Entwicklung (UNDP 2014).

Togo - Handicap International
Togo - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • ENAM project
    Organisational assistance and training support for the National Medical Auxiliaries College in Lomé, Togo

    • ENAM is both the project’s partner and beneficiary; it is the official implementing partner.
    • Line ministries: the Ministry of Health, the Ministry of Higher Education and Research, the Ministry of Public Services and the Ministry of Technical Education and Occupational Training

    Mother and child health

    • Family Health Division 
    • Management of regional health for the maritime region 
    • Yoto's Prefectural Health Management
    • CNAO (National Centre for Othopaedic fitting)
    • NGO "Jourdain Vie et Santé"

    Prison and Mental Health
    Project carried out in Togo (civil prisons in Lomé, Kara and Dapaong) and in three other countries: Lebanon, Madagascar and the Republic of South Sudan

    • Young Men's Christian Association in Togo (YMCA TOGO)
    • Yendubé Mental Health Centre in Dapaong
    • Paul Louis Renée Health Centre in Lomé
    • Togolese Federation of Disabled People's Organisations
    • Prison administration management

    Inclusive education (APPEHL) 
    Regional project run in Burkina Faso, Liberia, Sierra Leone, Benin, Mali, Niger, Senegal, Togo and Guinea-Bissau

    • The Togolese Federation of Disabled People's Organisations
    • The Ministry of Primary and Secondary Education