Déplier le menu

Uganda

Im September 2017 hat Handicap International erneut mit Projekten in Uganda begonnen. Auslöser dafür ist die südsudanesische Flüchtlingskrise, durch die die Flüchtlingszahlen in Uganda stark steigen. Das Mandat von HI in Uganda soll inklusiven Schutz und humanitäre Hilfe für die schutzbedürftigste Bevölkerung,  sowohl für Flüchtlinge als auch für Einheimische, bieten.

Teilen

Im September 2017 hat Handicap International erneut mit Projekten in Uganda begonnen. Auslöser dafür ist die südsudanesische Flüchtlingskrise, durch die die Flüchtlingszahlen in Uganda stark steigen. Das Mandat von HI in Uganda soll inklusiven Schutz und humanitäre Hilfe für die schutzbedürftigste Bevölkerung,  sowohl für Flüchtlinge als auch für Einheimische, bieten.
Im September 2017 hat Handicap International erneut mit Projekten in Uganda begonnen. Auslöser dafür ist die südsudanesische Flüchtlingskrise, durch die die Flüchtlingszahlen in Uganda stark steigen. Das Mandat von HI in Uganda soll inklusiven Schutz und humanitäre Hilfe für die schutzbedürftigste Bevölkerung,  sowohl für Flüchtlinge als auch für Einheimische, bieten.
Südsudanesische Flüchtlinge kommen in Uganda an

Laufende Aktivitäten

Zwischen 2009 und 2012 war HI in Uganda im Bereich Minenräumung und –aufklärung tätig. Diese Aktivitäten wurden eingestellt, nachdem Uganda 2013 als minenfrei erklärt wurde.

Aufgrund der sich verschlimmernden Flüchtlingskrise im September 2017 hat HI neue Projekte in Uganda begonnen. Die ersten Aktivitäten betrafen die Omugo Siedlung, wo viele neu ankommende Flüchtlinge seit August 2017 eintreffen. HI bietet dringend benötigte psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge aus dem Südsudan. Außerdem soll sichergestellt werden, dass vor allem schutzbedürftige Flüchtlinge freien Zugang zu allen Services im Camp haben. Durch die Bereitstellung von Reha-Angeboten soll die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung verbessert werden. Vom laufenden Engagement profitieren über 8.700 Personen direkt und weitere 43.000 indirekt.

Neues aus den Projekten

  • Nothilfe

Behandlung von Unterernährung in Ostafrika: Lebensrettende Physiotherapie in der Hungersnot

820.000 Kinder im Südsudan, in Somalia, Uganda und Äthiopien werden im Jahr 2017 voraussichtlich an schwerer akuter Unterernährung leiden. Die…
  • Nothilfe

Hungersnot in Ostafrika: Inklusion der Schutzbedürftigsten in die humanitäre Hilfe

Seit 2016 leiden 20 Millionen Menschen im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias unter einer schlimmen Nahrungsmittelkrise. Sie wurde…

Helfen Sie mit

Hintergrund

Liberale Flüchtlingspolitik

Uganda hat eine einzigartige und fortschrittliche Methode im Umgang mit den zahlreichen Flüchtlingen im Land und deren Integration entwickelt. Durch den Refugee Act (2006) und die Refugee Regulations (2010) ist den Flüchtlingen Bewegungsfreiheit, das Recht zu arbeiten, das Recht ein eigenes Geschäft zu betreiben und Eigentum zu besitzen, zugesichert. Außerdem wird der Zugang zum ugandischen Grundschulwesen sowie zur Gesundheitsversorgung garantiert.

Seit kurzem ist Uganda das Land in Afrika, das die meisten Flüchtlinge aufnimmt. Im Moment leben 1.381.207 Flüchtlinge in Uganda. Mehr als eine Million südsudanesischer Flüchtlinge sind darunter. (Stand 30.September 2017).

Flüchtlinge in Uganda bekommen ein Stück Land, damit sie sich selbst versorgen können. Gebiete mit Flüchtlingen werden als Siedlungen und nicht als Camps bezeichnet. Alle Siedlungen sind frei zugänglich und als semipermanente Heimat für Flüchtlinge angelegt. Es gibt fünf große Siedlungen in Uganda (Stand: 30.September 2017).

Bidibidi: 258.014 Flüchtlinge               Rhino: 95.299 Flüchtlinge              
Palorinya: 184.701 Flüchtlinge           Omugo: 17.990 Flüchtlinge
Imvepi: 126.080 Flüchtlinge                Palabek: 35.535 Flüchtlinge
 

Die aktuelle Flüchtlingskrise hat ihre Wurzeln hauptsächlich im südsudanesischen Bürgerkrieg, der 2013 begonnen hat. Die Opferzahlen und Fälle von Vergewaltigungen, gefolterten Menschen und Kindersoldaten steigen weiter. 2,4 Millionen Südsudanesen waren laut dem Humanitarian Rights Watch World Report 2017 gezwungen  ihre ursprüngliche Heimat zu verlassen. Sie wurden innerhalb des Südsudans vertrieben oder sind in die Nachbarländer geflohen.

Weltweites Engagement: