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Irak

Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste.

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Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste.
Im Irak helfen wir sowohl den irakischen Vertriebenen als auch und syrischen Flüchtlingen. Gleichzeitig unterhalten wir Langzeitprojekte: Unterstützung bei der Herstellung von Prothesen, Physiotherapie und Kampf gegen Minen und explosive Kriegsreste.

Laufende Aktivitäten

Im Irak engagieren wir uns seit mehr als 20 Jahren mit unserer Expertise bei der Herstellung von Prothesen und bei physiotherapeutischer Behandlung. Wir unternehmen außerdem Aktivitäten zur Förderung der Rechte und Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung.

Seit Mai 2014 unterstützen wir die geflohenen Irakerinnen und Iraker aus dem irakischen Kurdistan. Mobile Rehabilitationsteams betreuen Menschen mit Behinderung und besonders schutzbedürftige Flüchtlinge. Entsprechend ihren Bedürfnissen erhalten sie Mobilitätshilfen (Krücken, Rollatoren, Rollstühle usw.) und Rehabilitationsmaßnahmen. Falls erforderlich, werden sie zu weiteren Einrichtungen vermittelt und transportiert, die die von ihnen benötigten Hilfen anbieten.

Außerdem unterstützen wir auch syrische Flüchtlinge im Gouvernement Erbil. Unser Ziel ist es, für Menschen mit Behinderung und für andere besonders schutzbedürftige Menschen den Zugang zu humanitären Hilfeleistungen zu gewährleisten. Auch dort verteilen unsere mobilen Teams Mobilitätshilfen wie Gehstützen, Rollatoren und Rollstühle. Die Anlaufstellen „Behinderung und Schutzbedürftigkeit“ sorgen vor allem mithilfe einer Kartographie der vorhandenen Hilfsdienste dafür, dass die besonders Schutzbedürftigen Zugang zu humanitärer Hilfeleistung erhalten.

Ende 2016 starteten wir außerdem ein Projekt speziell für die vor den Kämpfen geflüchteten Menschen der Stadt Mossul.

Des Weiteren betreiben wir weiter Aufklärungsarbeit über die Risiken explosiver und improvisierter Kriegsreste, helfen den Opfern dieser Waffen und den Menschen, die vor den Kämpfen fliehen mussten.

Im Oktober 2016 haben bereits mehr als 63.000 Personen von diesen Aktivitäten profitiert. Mehr als ein Drittel davon hatten eine Behinderung.

Neues aus den Projekten

  • Minen, Streubomben und andere Waffen
  • Nothilfe
  • Rehabilitation und Orthopädie

UN-Landminentag: Die Gefahr ist nicht vorüber

Am 4. April wird jährlich an die Gefahr durch explosive Kriegsreste in vielen Regionen der Welt erinnert.
  • Nothilfe
  • Rehabilitation und Orthopädie

Süd-Süd Kooperation: Pushpak aus Nepal leitet die Reha im Irak

Pushpak Newar stammt aus Nepal und arbeitete dort zehn Jahre für Handicap International als Physiotherapeut. Heute koordiniert unsere…
  • Nothilfe

Mossul: über 150.000 neue Vertriebene innerhalb von einem Monat

Die Stadt Mossul hat sich seit Oktober 2016 in ein Schlachtfeld verwandelt. Mehrere hunderttausend Menschen sind von den Kämpfen eingeschlossen. Allein…

Helfen Sie mit

Hintergrund

Kriege, Attentate und politische Krisen folgen im Irak seit 35 Jahren aufeinander. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung.

Seit 1979 und der Machtübernahme durch Saddam Hussein hat der Irak drei mörderische Kriege, blutige Unterdrückung, darunter die der Kurden und Schiiten, und ein mehr als zehnjähriges Embargo erlebt. Im April 2003 stürzte eine von den Vereinigten Staaten und Großbritannien angeführte Koalition das Regime von Saddam Hussein. Dieser dritte Golfkrieg endete am 1. Mai 2003, aber Attentate und politische Kriege wechselten einander seitdem ab. Allein zwischen März 2003 und Januar 2012 waren 250.000 Menschen aus der Zivilbevölkerung direkt von bewaffneter Gewalt betroffen. Der Irak gilt als eins der am meisten von Minen und Streubomben kontaminierten Länder der Welt.

 

Im Oktober 2016 leiden mehr als 3 Millionen an der Gewalt im Land. Die Gouvernements von Anbar und Ninive sind besonders betroffen und deren Bevölkerung flieht in die nördlichen Teile des Landes, fast 30% davon allein nach Irakisch-Kurdistan. Schätzungen ergaben, dass 40% dieser Flüchtlinge besonders schutzbedürftig sind, was die Gesundheitseinrichtungen dieser Regionen an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht hat. Handicap International ist bereits seit 1991 Im Irakischen Kurdistan präsent. Heute unterstützen wir vertriebene Menschen mit Verletzungen oder Behinderungen. Unser Ziel ist es, ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden und ihren Zugang zu humanitären Hilfeleistungen zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass sie in alle humanitären Maßnahmen miteinbezogen werden, vermitteln wir darüber hinaus den Zugang zu den Angeboten anderer Organisationen vor Ort – NGOs, lokale und regionale Behörden.

Irak - Handicap International
Irak - Handicap International
Weltweites Engagement:

Partner

  • Improving access to rehabilitation services in northern Iraq

    Physical rehabilitation centres in the region, including the Kurdish Organisation for the Rehabilitation of the Disabled, the Teaching Children Rehabilitation Centre in Sulaymaniyah and the Early Detection of Childhood Disabilities Centre in Dohuk.

    • Seven disabled people’s organisations (DPO) and community-based associations responsible for the administration and coordination of “Disability Information Points”: Nujeen / Democratizing The Family Organisation, Thalassemia Association, Rozh Society for Handicapped, Zheen Society for Physical Handicap, the Association of Protecting the Rights of Mentally Handicapped in Kurdistan (KRRPS), Blinds Association, Short Statures Association and the Iraqi Alliance of Disability Organizations (IADO).

    Emergency response to the Syrian crisis

    Project undertaken in partnership with the Danish Refugee Council

     

    Emergency response for internally displaced persons – Protection and healthcare

    KORD Rehabilitation Centre (Kalar), Biladi Association (Kalar) KORD Rehabilitation Centre (Halabja), Directorate of Health (Kirkuk), Iraqi Kurdistan Mine Action Agency (IKMAA).

     

    Empowering Syrian refugees with injuries or disabilities

    This project is being undertaken in Iraq in partnership with the Nujeen / Democratizing The Family Organisation.