Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Kamerun

Kamerun steht vor zahlreichen wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Herausforderungen. Obwohl das Land im regionalen Vergleich als politisch relativ stabil gilt, bestehen weiterhin tief verwurzelte soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten.

Vertreterin einer HI-Partnerorganisation im Kamerun

Vertreterin einer HI-Partnerorganisation im Kamerun | © P. Meinhardt / HI

Laufende Aktivitäten

Menschen mit Behinderungen in Kamerun sehen sich in vielen Lebensbereichen weiterhin mit erheblichen Hürden konfrontiert. Diese reichen von mangelnder Barrierefreiheit bis hin zu gesellschaftlicher Stigmatisierung. Zwar gibt es gesetzliche Regelungen zum Schutz ihrer Rechte, deren Umsetzung bleibt jedoch vielfach unzureichend. Infrastruktur, Bildungssystem und Arbeitsmarkt sind oft nicht ausreichend zugänglich, wodurch die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt wird. Auch bei der Gleichstellung der Geschlechter bestehen weiterhin große Herausforderungen. Frauen sind beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung nach wie vor benachteiligt. Darüber hinaus ist geschlechtsspezifische Gewalt weit verbreitet, darunter häusliche Gewalt, Zwangsheirat und weibliche Genitalverstümmelung.

„Making It Work“ ist ein von Handicap International entwickeltes Projekt, das die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen miteinander verknüpft. Ziel des Projekts ist es, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen abzubauen und ihre Rechte zu stärken. Seit 2018 setzt HI das Projekt „Making It Work“ in Kamerun gemeinsam mit zwei lokalen Partnerorganisationen um: „Gender and Disability Inclusive Development“ (Gender and DID) und „Cameroon Baptist Convention Health Services“ (CBCHS).


 

 
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