Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Politische Arbeit

Ein wichtiger Bereich des Engagements von Handicap International ist die politische Kampagnen- und Lobbyarbeit. Dabei steht die Verbesserung der Lebensbedingungen und die Achtung der Rechte und Würde der Menschen, die wir unterstützen, an erster Stelle. Wir kämpfen für eine Welt ohne Landminen und Streubomben und gegen den Einsatz von Bomben auf die Zivilbevölkerung.

Ein bepflanztes, künstliches Miniatur-Minenfeld in der Münchner Innenstadt

Künstliches Minenfeld in der Innenstadt von München - mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen setzen wir uns gegen Landminen und Explosivwaffen ein. | © HI

„Unsere politischen Kampagnen entstehen aus dem humanitären Engagement unserer Organisation in vom Krieg und Krisen betroffenen Regionen. Dieses Engagement orientiert sich an den allgemeinen Menschenrechten und beruht auf unseren grundsätzlichen Werten von Menschlichkeit, Solidarität und Inklusion. Diese Werte besagen auch, dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleichen Rechte haben - einschließlich der Rechte auf Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben sowie auf Flucht, wenn Leben und Sicherheit gefährdet sind. Wir wenden uns mit unseren Forderungen deshalb nur an Parteien, die unsere Werte im Grundsatz teilen.“

Drei zentrale Themen:

  • Abrüstung und Schutz der Zivilbevölkerung: Dies ist unser historischer Schwerpunkt: Nach den Errungenschaften des Landminen-Verbotsvertrages von 1997 und des Streubomben-Verbotsvertrages von 2008, zu denen die von HI mit gegründeten Kampagnen maßgeblich beigetragen haben, fördern wir die konsequente Umsetzung dieser Verträge. Dazu kommt unser Engagement gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten. Die Reduzierung der dramatischen Folgen von Waffen für die Zivilbevölkerung steht immer im Fokus. Die Unterstützung von Überlebenden dieser Gewalt ist deshalb ein wichtiges Querschnittsthema unserer Arbeit. Im Mai 2021 haben über 170 Abgeordnete ein gemeinsames Kommuniqué zum Schutz der Zivilbevölkerung unterschrieben. Zur Konferenz hatten deutsche und französische Abgeordnete gemeinsam mit HI eingeladen. Am 17. Juni kamen schließlich 52 Staaten in Genf zusammen, um den Text einer politischen Erklärung über den Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten fertig zu stellen. Sie beendeten damit einen diplomatischen Prozess, der fast drei Jahre dauerte. Etliche Staaten versicherten gleich, die politische Erklärung zu unterzeichnen oder auf eine Entscheidung hinarbeiten zu wollen. Der nachfolgende Schritt ist die Konferenz zur Unterzeichnung des Abkommens, die noch vor Ende des Jahres 2022 in Dublin, Irland, stattfinden soll.
  • Humanitäre Hilfe: Wir setzen uns für die Achtung der humanitären Grundsätze ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Inklusion und dem Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe. Der Schutz für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen und vor der Bedrohung durch Waffengewalt, sowie die Förderung von Bewegungsfreiheit und Recht auf Flucht sind zentral.
  • Inklusive Entwicklung: Vorrang hat hier die Ermöglichung behindertengerechter Bildung und Zugang zu Rehabilitationsdiensten und –produkten. Wir handeln mit dem übergeordneten Ziel, Projekte und nationale sowie internationale Strategien und Rahmenbedingungen der Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderung inklusiver zu gestalten.

Erfahren Sie mehr über unsere Kampagnen und Hintergründe zu den zentralen Themen:

Hier geht es zu unserem HI Advocacy-Infobrief:

Unterstützen Sie unsere aktuelle Kampagne „Stop Bombing Civilians“

Wenn Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten eingesetzt werden, sind 90% der Opfer aus der Zivilbevölkerung. Jetzt Petition unterschreiben!

Lesen Sie hier mehr zu den Erfolgen unserer politischen Arbeit: