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Zinedine Zidane besucht Projekte von Handicap International

Öffentlichkeitsarbeit
Algerien

Im Dezember 2006 besuchte der französische Fußballstar Zinedine Zidane drei Projekte von Handicap International in einer Region Algeriens, die durch das Erdbeben im Mai 2003 stark zerstört worden war und in der es 2.300 Tote und Tausende von Verletzen gegeben hatte. Diese Projekte werden von der Fondation de France durch den Erlös eines Benefizfußballspiel finanziert, das nach dem Erdbeben zwischen dem französischen Weltmeisterteam und der Weltauswahl ausgetragen wurde.

Zinedine Zidane bei einer Rede in Algerien

Zinedine Zidane bei einer Rede in Algerien | © Handicap International

Eines dieser Projekte ist die medizinische Abteilung der Kinderonkologie im Pierre-und-Marie-Curie-Zentrum des Mustapha-Krankenhauses in Algier: Die durch den algerischen Staat unterstützte Einrichtung war durch das Erdbeben stark beschädigt worden. Ein von Handicap International entwickeltes Projekt ermöglichte es nun, die onkologische Abteilung außerhalb des restlichen Zentrums auf einem erhalten gebliebenen Areal wieder aufzubauen. Während das Personal früher nicht darauf eingestellt war, krebskranke Kinder aufzunehmen – sie wurden inmitten von Erwachsenen behandelt – wird nun kindgerecht auf ihre Bedürfnisse eingegangen. Dafür wurden eigene Fortbildungen zur Schmerztherapie entwickelt und finanziert. Die Abteilung verfügt über 12 Betten. Kinder aus ganz Algerien können in diese Spezialeinrichtung überwiesen und von ihren Müttern begleitet werden, für die ein Aufenthaltsbereich eingerichtet wurde.

Außerdem besuchte Zidane ein Waisenhaus in Bourmerdès, das von Handicap International für den besonderen Bedarf der dort lebenden Kinder ausgestattet wurde. 25% von ihnen haben eine Behinderung, sie werden daher sehr selten adoptiert. Schließlich besichtigte der Fußballstar noch eine schulische Gesundheitseinrichtung in Béni Amrane, die von Handicap International mit medizinischem Material versorgt wurde. Hier finden mindestens einmal im Jahr Vorsorgeuntersuchungen für die 6.000 Schüler der Region statt. Gleichzeitig bietet die Einrichtung psychologische Betreuung für die Kinder an, die noch unter den Folgen des Erbebens leiden. Darüber hinaus leistet sie auch einfache medizinische Notfallhilfe für die gesamte Bevölkerung dieser Region.

14 Dezember 2006
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