Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Presseeinladung: Gedenkveranstaltung für die Opfer von Bombardierungen in München

Unter der Schirmherrschaft 
von Oberbürgermeister Dominik Krause 
lädt Handicap International e.V. ein: 
 
Gedenkveranstaltung für die Opfer von Bombardierungen
mit Bürgermeisterin Verena Dietl 
–
Kranzniederlegung und Schweigeminute 
am Mahnmal für die unbekannten Zivilist*innen
 
Datum: Montag, 26. Oktober 2026
 
Beginn: 11.15 Uhr
  
Ort: München, Marienplatz neben der Mariensäule

Eine Gruppe von Menschen steht vor dem Brandenburger Tor und hält schwarz-weiße Portraits in den Händen. Eine Gruppe von Menschen steht vor dem Brandenburger Tor und hält schwarz-weiße Portraits in den Händen. Eine Gruppe von Menschen steht vor dem Brandenburger Tor und hält schwarz-weiße Portraits in den Händen. Eine Gruppe von Menschen steht vor dem Brandenburger Tor und hält schwarz-weiße Portraits in den Händen.

© Stefan Beetz / Handicap International

Gedenkveranstaltung vor dem Brandenburger Tor in Berlin 2025

Mit dem Aufbau des temporären „Mahnmals für die unbekannten Zivilistinnen und Zivilisten“ direkt auf dem Marienplatz vor dem Münchner Rathaus erinnert die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) an die Opfer von Bombardierungen. Zudem fordert HI wirkungsvolles politisches Handeln als klares Signal für die Stärkung des Humanitären Völkerrechts. Handicap International ist Co-Friedensnobelpreisträgerin.

Ablauf:

 
Stellvertretend werden Vertreter*innen der Stadt München sowie Abgeordnete mehrerer im Landtag und Bundestag vertretener Parteien ein Zeichen der Solidarität setzen und mit überlebensgroßen Porträts getöteter und verletzter Zivilist*innen die Betroffenen würdigen.
 
11.15 Uhr: Begrüßung durch HI-Vorständin Julia Holzer 
 
11.20 Uhr: Verena Dietl, dritte Bürgermeisterin der Stadt München 
 
11.30 Uhr: Nujeen Mustafa, die Angriffe in Aleppo erlebt hat und im Rollstuhl über das Mittelmeer bis nach Deutschland geflohen ist, berichtet über die dramatischen Folgen von Bombardierungen für die Zivilbevölkerung.
 
11.40 Uhr: Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung Handicap International Deutschland, zu den Forderungen von HI an die Politik sowie zu den völkerrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg 
 
Kranzniederlegung und Schweigeminute

 
Anschließend Interviews und Fototermin 
 

Wir bitten freundlichst um Anmeldung unter: [email protected]

Gerade der massive Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten – etwa Fliegerbomben, Raketen oder Mörsergranaten – hat verheerende Folgen: Neben Tod und Verletzung werden lebenswichtige Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Schulen und Wasserleitungen zerstört. Daten zeigen, dass bei solchen Angriffen rund 90 % der Getöteten und Verletzten aus der Zivilbevölkerung stammen. Allein 2025 waren Menschen in 65 Ländern und Gebieten betroffen.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Kampagne „Stop Bombing Civilians".

Über Handicap International e.V.

Handicap International / Humanity & Inclusion (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Wir setzen uns für eine solidarische und inklusive Welt ein. Wir verbessern langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und unterstützen diejenigen, die besonderen Schutz benötigen. Außerdem arbeiten wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie für den Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997. Handicap International e.V. ist der deutsche Verein von HI.

Nujeen Mustafa macht als Selbstvertreterin auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Konflikten oder auf der Flucht aufmerksam. Sie hat bereits an verschiedenen UN-Konferenzen teilgenommen und vor dem UN-Sicherheitsrat gesprochen. Nujeen Mustafa ist im Rollstuhl aus Aleppo (Syrien) über das Mittelmeer bis nach Deutschland geflohen. Sie hat inzwischen das Abitur gemacht und ein Buch geschrieben.

Hinweis: Unsere hier formulierten Forderungen sind entstanden aus unserem humanitären Engagement in vom Krieg betroffenen Regionen. Dieses Engagement beruht auf unseren grundsätzlichen Werten von Menschlichkeit und Inklusion, die auch besagen, dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleichen Rechte haben. Dies schließt das Recht auf Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben ein sowie auf Flucht, wenn dieses gefährdet ist. Wir wenden uns mit unseren Forderungen deshalb nur an Parteien, die diese Werte im Grundsatz teilen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Huberta von Roedern, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
+49 151 73 02 32 06, 
[email protected]