Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis
Handicap International (HI) möchte nach der Veröffentlichung eines aktuellen Berichts von „NGO Monitor“ ihre Position klarstellen. In dem Bericht werden Vorwürfe zu unseren Aktivitäten in den palästinensischen Gebieten erhoben. HI weist diese Vorwürfe, die nicht auf glaubwürdigen Beweisen beruhen, entschieden und unmissverständlich zurück. Unsere Organisation steht in keiner Verbindung zu bewaffneten Gruppen.
Seit mehr als 40 Jahren arbeitet HI mit Menschen mit Behinderung und schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen in mehr als 60 Ländern zusammen, darunter auch in den sensibelsten und politisch brisantesten Kontexten.
Unsere Arbeit folgt strikt den grundlegenden humanitären Prinzipien:
• Neutralität: HI ergreift in Konflikten keine Partei.
• Unparteilichkeit: Unsere Hilfe wird ausschließlich auf der Grundlage der Bedürftigkeit geleistet.
• Unabhängigkeit: Unsere operativen Entscheidungen sind völlig unabhängig von politischen, militärischen oder ideologischen Interessen.
Diese Grundsätze leiten alle unsere Einsätze in den palästinensischen Gebieten und anderswo.
Die von Handicap International (HI) durchgeführten Untersuchungen zu den gegen die Organisation erhobenen Vorwürfen haben ergeben, dass die Behauptungen in dem Bericht jeglicher Grundlage entbehren.
Bis heute haben weder zuständige Behörden noch institutionelle Geldgeber oder unabhängige Aufsichtsbehörden Beweise gefunden, die die Anschuldigungen von „NGO Monitor“ stützen würden.
HI wendet strenge Kontroll-, Überprüfungs- und Compliance-Verfahren an, die den Anforderungen unserer institutionellen Geldgeber, internationalen Vorschriften und bewährten humanitären Praktiken entsprechen.
Diese Mechanismen betreffen:
• die Rekrutierung unserer Teams,
• die Auswahl unserer Partner,
• die Auswahl unserer Zulieferer,
• die Auswahl unserer Finanzierungsquellen,
• die Kontrolle unserer Ausgaben
• und alle unsere Einsätze vor Ort.
Die von „NGO Monitor“ veröffentlichten Anschuldigungen sind unbegründet und basieren nicht auf überprüften Informationen. Ihre Verbreitung birgt folgende Risiken:
• Sie schüren Fehlvorstellungen über humanitäre Arbeit
• Sie untergraben das Vertrauen in humanitäre Organisationen, die in Krisensituationen tätig sind.
• Sie beeinträchtigen vor allem die Kontinuität der Hilfe für die am stärksten gefährdeten Menschen.
In einem Kontext, der bereits von extremem Leid und einem immensen Hilfsbedarf geprägt ist, bekräftigt HI, dass der Schutz des humanitären Sektors von entscheidender Bedeutung ist und eine genaue und verantwortungsvolle Berichterstattung erfordert.
Handicap International setzt sich weiterhin uneingeschränkt für Menschen mit Behinderungen, Verwundete, vertriebene Familien und alle Menschen ein, die Gewalt oder humanitären Krisen ausgesetzt sind.
Wir werden weiterhin transparent mit unseren Partnern, Spender*innen und Behörden zusammenarbeiten und bei Bedarf klare Informationen bereitstellen.
Wir danken allen, die uns unterstützen, und bekräftigen unser unerschütterliches Engagement für humanitäre Hilfe, die auf Menschenrechten, Sorgfalt, Ethik und Unabhängigkeit basiert.
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Unsere Expertise wird regelmäßig von internationalen Gremien wie EU, UNICEF, UNHCR und WHO in Anspruch genommen.
Handicap International hat zudem einen beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).