Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Ägypten

In Ägypten unterstützt Handicap International Menschen mit Behinderungen und setzt sich für die vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie des ägyptischen Gesetzes über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2018 ein.

Kinder zeichnen ein Transparent

HI organisiert regelmäßig Veranstaltungen in Kairo, um die Integration von Menschen mit Behinderungen zu fördern. | © Elisa Fourt / HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International setzt sich für die vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie des ägyptischen Gesetzes über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2018 ein. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung des Nationalen Rats für Menschen mit Behinderungen (NCPD), die Förderung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie die gesellschaftliche Inklusion. Darüber hinaus koordiniert Handicap International das Forum internationaler NGOs (INGO Coordination Forum) und beteiligt sich damit an der humanitären Koordinierung auf nationaler Ebene.

Im Jahr 2025 unterzeichnete Handicap International eine strategische Partnerschaft mit der National Alliance, einem Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen innerhalb der Zivilgesellschaft weiter voranzubringen.

•    Anzahl der Mitarbeitenden von Handicap International: 8

•    Anzahl der von Handicap International im Jahr 2025 unterstützten Menschen: 4.900

Hintergrund

 Karte des HI-Einsatzes in Ägypten

Menschen mit Behinderungen werden in Ägypten trotz fortschreitender gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen noch immer häufig benachteiligt.

Seit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 setzen sich die Bewegung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und weitere zivilgesellschaftliche Akteure erfolgreich für ihre Rechte ein. Ein wichtiger Erfolg war die Gründung des Nationalen Rats für Menschen mit Behinderungen. Wirtschaftliche Belastungen – verstärkt durch die Covid-19-Pandemie, aktuelle regionale Konflikte und die hohe Inflation – haben die Fortschritte bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen jedoch verlangsamt und die Leistungsfähigkeit der sozialen Dienste eingeschränkt.

Gleichzeitig steht Ägypten durch die Fluchtbewegungen in der Region vor wachsenden humanitären Herausforderungen. Nach Ausbruch des Konflikts im Sudan im April 2023 suchten innerhalb des ersten Jahres mehr als 500.000 Menschen Schutz in Ägypten, die meisten von ihnen Frauen und Kinder mit humanitärem Unterstützungsbedarf. Bis 2025 waren mehr als 670.000 sudanesische Geflüchtete im Land registriert. Damit stieg die Zahl der schutz- und unterstützungsbedürftigen Geflüchteten in Ägypten auf fast eine Million Menschen.


 

 

Neues aus den Projekten

Kairo: „Ich habe mich immer geschämt aus diesem Viertel zu kommen. Jetzt bin ich stolz darauf.“
© Elisa Fourt / HI
Inklusion

Kairo: „Ich habe mich immer geschämt aus diesem Viertel zu kommen. Jetzt bin ich stolz darauf.“

Im Januar 2016 startete Handicap International das Projekt „Makani“ in Ägypten. Im Rahmen dieses Projekts werden regelmäßig Aktionen in einem Arbeiterviertel in Kairo veranstaltet, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu fördern. Mit „Makani“ will HI junge Ägypter und Ägypterinnen ermutigen, sich mehr in ihrer lokalen Gemeinde einzubringen.

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