Guatemala
Im Jahr 2025 ist Guatemala laut den Vereinten Nationen von einer vielschichtigen humanitären Krise betroffen, die Millionen Menschen betrifft. Rund 4,6 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit, davon sind 1,9 Millionen akut unterernährt. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen.
Nahaufnahme von lachenden Kindern | © J. Tusseau /HI
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Extreme Wetterereignisse haben maßgeblich zur Verschärfung der Krise beigetragen. Die Tropenstürme „Julia“ und „Lisa“ (2022) trafen Regionen, die bereits durch die Hurrikane „Eta“ und „Iota“ (2020) schwer verwüstet worden waren, und zerstörten Ernten, Infrastruktur und Wohnraum.
Zudem ist Guatemala Transit- und Zielland für Tausende von Menschen, von denen sich viele in besonders prekären Lebenssituationen befinden und besonderen Schutz benötigen, etwa durch den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Justiz und sicheren Unterkünften. Menschen mit Behinderungen sind von diesen Herausforderungen in besonderem Maße betroffen. Sie haben häufig einen eingeschränkten Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Gesundheitsversorgung und sind überdurchschnittlich von Armut und Unterernährung bedroht. Darüber hinaus befindet sich das Land derzeit in einer Phase des institutionellen Wandels, was seine Fähigkeit einschränkt, auf humanitäre Bedürfnisse angemessen zu reagieren. Trotz lokaler und internationaler Hilfeleistungen reichen die verfügbaren Finanzmittel weiterhin nicht aus, um den bestehenden Bedarf zu decken.
Handicap International ist in Guatemala über eine Partnerorganisation tätig. Das Projekt unterstützt gefährdete Gemeinden dabei, sich besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten und deren Folgen zu bewältigen. Die Maßnahmen werden im oberen Einzugsgebiet des Samala-Flusses umgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Stärkung von Katastrophenwarnsystemen auf nationaler, kommunaler und lokaler Ebene, um Notfallmaßnahmen besser zu koordinieren und wirksamer umzusetzen.
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