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Notlage Ost-Ghouta: Tod von Mitarbeiter einer Partnerorganisation

Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit
Syrien

Mustafa, Mitarbeiter einer syrischen Partnerorganisation, seine Frau und ihre kleinen Kinder wurden am Mittwoch in Hamouriyeh, Ost-Ghouta, getötet. HI ist zutiefst bestürzt über den Verlust dieser Menschenleben und verurteilt die Bombardierung bewohnter Gebiete erneut. Heute, am 7. Jahrestag des syrischen Konfliktes, fordern wir alle Konfliktparteien dazu auf, die Zivilbevölkerung zu schützen.

Syrische Kinder erkunden ein zerstörtes Gebäude in Kafar Batna in der Enklave Ost-Ghouta

Syrische Kinder erkunden ein zerstörtes Gebäude in Kafar Batna in der Enklave Ost-Ghouta | © AFP PHOTO / AMER ALMOHIBANY

Am heutigen Donnerstag geht die syrische Krise in ihr achtes Jahr und kein Ende des Konflikts ist in Sicht. Die kleine Stadt Hamouriyeh in Ost-Ghouta wird derzeit massiv bombardiert. Ob Mustafa und seine Familie versuchten, vor den Bomben zu fliehen, als sie getötet wurden oder ob sie Schutz in einem Gebäude suchten, das getroffen wurde, ist unklar. Drei weitere Mitarbeiter von Partnerorganisationen wurden verwundet, als sie Verletzten in der gleichen Gegend helfen wollten.

Mustafa klärte über die Gefahren von Blindgängern auf

Mustafa arbeitete seit mehr als zwei Jahren als Teamleiter für Schulungen zur Risikovermeidung. Er spielte eine wichtige Rolle für die Information und den Schutz der Einwohner vor den Gefahren durch explosive Kriegsreste. Er leitete ein mobiles Team, das Kampagnen zur Risikoaufklärung in verschiedenen Wohnvierteln in Ost-Ghouta durchführte. Der Fokus lag dabei besonders auf Schulen und er informierte junge SyrerInnen über mögliche Gefahren. Gerade Kinder werden oft verletzt oder getötet, wenn sie mit explosiven Überresten und Blindgängern spielen.

Für HI ist es inakzeptabel, dass Zivilisten in Syrien, einschließlich humanitärer Helfer, weiterhin Ziel und Opfer des bewaffneten Konfliktes sind. Die Gesamtzahl der Zivilisten, die zwischen dem 18. Februar und dem 11. März in Ost-Ghouta getötet wurden, ist nach Angaben der UN bereits auf 1.100 angestiegen – 4.000 Verletzte wurden gemeldet.

Ihre Stimme gegen Bomben auf Wohngebiete

Die Bombardierung der Zivilbevölkerung ist ein Verbrechen und muss gestoppt werden! Helfen Sie uns Druck auf internationale Gemeinschaft auszuüben und unterzeichnen Sie unsere Petition: „Stop Bombing Civilians!“

15 März 2018
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