Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Nach Feuer: Soforthilfe für Rohingya-Flüchtlinge

Nothilfe
Bangladesch

Nach dem verheerenden Feuer am 22. März im Rohingya-Flüchtlingslager in Cox Bazar starteten unsere Teams bereits am Tag danach mit vielfältiger Soforthilfe für die Betroffenen.

Mitarbeiter von HI verteilen Kits an eine ältere Dame, die in dem Rohingya Flüchtlingslager in Bangladesch lebt.

Verteilung der Hygienepakete an die Rohingya-Flüchtlinge | © HI

Mehr als 1.700 durch die Katastrophe traumatisierte Menschen erhielten bisher von Handicap International psychosoziale Unterstützung in Einzel- und Gruppensitzungen. Dabei kümmern sich unsere Teams vor allem um Menschen mit Behinderung, Ältere und Kinder. 

Zehntausende haben alles verloren

HI verteilte außerdem mehr als 3.000 Hygienepakete und Kochutensilien sowie Decken, Moskitonetze und Kleidung an die Bedürftigen. Viele Rohingya-Flüchtlinge erhielten auch neue Krücken und Gehhilfen, da diese verbrannt sind. Darüber hinaus wurden die Logistikteams von Handicap International zu zahlreichen Einsätzen gerufen, um andere humanitäre Organisationen zu unterstützen. So hat HI in den Tagen nach der Katastrophe beispielsweise mehr als 34.000 warme Mahlzeiten zu den betroffenen Menschen transportiert. Von dem Großbrand waren mehr als 40.000 Menschen direkt betroffen und verloren ihr Obdach. Mindestens elf Menschen starben, über 550 wurden verletzt.
 

12 April 2021
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Ukraine: „Über den Krieg reden und ihn erleben, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.“
© Liubov Hutsul/HI
Minen und andere Waffen Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Ukraine: „Über den Krieg reden und ihn erleben, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.“

Unablässiges Tönen von Sirenen – bis zu sechs Mal am Tag, Minen am Straßenrand, vereinsamte Menschen in einer zerstörten Stadt nahe der Front: Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Arbeit von Handicap International (HI), erfuhr im März 2026 am eigenen Leib, was es heißt, in einem Land zu leben, das seit Jahren vom Krieg gezeichnet ist. In Kiew, Charkiw und Isjum sah sie, wie die HI-Teams trotz aller Angst und Unsicherheit jeden Tag Unmögliches möglich machen.

Haiti: Hilfe trotz täglicher Gewalt
© T. Noreille / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Haiti: Hilfe trotz täglicher Gewalt

In Haiti bestimmen Gewalt und fehlende medizinische Versorgung den Alltag. Millionen Menschen leben in provisorischen Lagern – ohne Schutz, ohne Perspektive. Gerade für Menschen mit Verletzungen oder Behinderungen ist Hilfe oft unerreichbar. Doch genau hier setzt unsere Arbeit an: Mit mobilen Teams bringen wir Hilfe direkt dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird – in die Flüchtlingslager – und zu Eugénie.

Sudan: „Ich kann meinen Kindern kaum Essen besorgen“
© HI
Nothilfe

Sudan: „Ich kann meinen Kindern kaum Essen besorgen“

Stellen Sie sich vor, die gesamte Bevölkerung von Berlin, Wien, Hamburg, München, Köln und Frankfurt müsste gleichzeitig fliehen. Unvorstellbar? Im Sudan ist genau das in den letzten drei Jahren Realität geworden.