Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung
International

Am 3. Dezember feiert die Welt den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. HI unterstützt die globalen und europäischen Bemühungen, die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Behinderung umfassend zu verstehen und zu vermitteln. Anlässlich dieses Tags wollen wir unsere wichtigsten Botschaften und die Fakten zum Thema Inklusion zusammenfassen.
 

Kleines Mädchen aus Kambodscha, dem gerade zwei Prothesen über die verkümmerten Unterschenkel gezogen werden.

Die 8-jährige Heang aus Kamboscha wurde mit verkümmerten Unteschenkeln und ohne Füße geboren. Von HI bekommt sie Hilfe im Reha-Zentrum in Kampong Cham. | © HI

Kernbotschaften und Fakten

  • 15 Prozent der Weltbevölkerung leben mit einer Behinderung. In vielen Ländern ist die Situation dramatisch:
  • Mehr als 80 Prozent erhalten keine soziale Versorgung
  • Mehr als 50 Prozent haben Diskriminierungen erlebt
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass sie keine medizinische Versorgung erhalten, liegt dreimal höher
  • 9 von 10 Kindern mit Behinderung gehen nicht zur Schule 
  • Bis zu 80 Prozent der Menschen mit Behinderung im erwerbsfähigen Alter sind vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen (Quellen: WHO, UNDESA, UNICEF, ILO)

„Es muss zur Norm werden, dass Menschen mit Behinderung gleichen Zugang zu humanitärer Versorgung haben – es darf nicht die Ausnahme bleiben.“ - Flaurence Daunis, stellvertretende Geschäftsführerin Humanity & Inclusion (HI)

In Krisen und Katastrophen

  • Schätzungsweise 10,3 Millionen Menschen mit Behinderung mussten aufgrund von Verfolgung, Konflikten und Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat fliehen.(Quelle: WHO)
  • Sie haben in einigen Fällen ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, bei Katastrophen verletzt oder getötet zu werden (Quelle: Disability Information Resources, Japan)
  • In Krisensituationen sind Menschen mit Behinderung, insbesondere Mädchen und Frauen, erhöhten Risiken ausgesetzt und benötigen Schutz vor Ausbeutung, Kriminalität, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt (Quelle: UNICEF)

Was muss getan werden?

  • Nachhaltige Entwicklung wird ohne die Inklusion von Menschen mit Behinderung nie möglich sein. 
  • Im Einklang mit der UN-Behindertenrechtkonvention müssen die Staaten alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen der Gesellschaft zu erleichtern.
  • Menschen mit Behinderung und entsprechende Organisationen müssen systematisch an der Planung, Durchführung, Überwachung und Bewertung der sie betreffenden Politik teilhaben können. 
  • Alle humanitären Akteure sollten die Charta über die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die humanitäre Hilfe unterstützen. Sie sollten ihre Einsätze mit der umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen und Phasen der humanitären Hilfe planen.
3 Dezember 2019
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Jahresbericht 2021
S. Wohlfahrt / HI
Öffentlichkeitsarbeit

Jahresbericht 2021

Unsere Bilanz für 2021
 

Das Jahr 2021 war geprägt durch die schweren Folgen des Klimawandels, durch anhaltende gewalttätige Konflikte und weiterhin durch die nicht endende Corona-Pandemie. Dank großartiger Solidarität und Spendenbereitschaft konnten wir die guten Ergebnisse aus dem Jahr 2020 abermals übertreffen und finanzierten 2021 insgesamt 452 Projekte in 62 Ländern.

Streubomben Monitor 2022
© Till Mayer / HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Streubomben Monitor 2022

Mindestens 689 ukrainische Zivilisten Opfer von Streubomben
In der Ukraine wurden im ersten Halbjahr 2022 mindestens 689 Zivilisten und Zivilistinnen Opfer von Angriffen mit Streubomben. Dies geht aus dem neuesten Streubomben Monitor 2022 hervor, der am 25. August in Genf veröffentlicht wird.

Welttag der Humanitären Hilfe: Zugang zu gefährdeten Menschen immer gefährlicher
© Erwan Rogard/HI
Nothilfe

Welttag der Humanitären Hilfe: Zugang zu gefährdeten Menschen immer gefährlicher

Angesichts der anhaltenden Verschlechterung der weltweiten humanitären Lage weist die Hilfsorganisation Handicap International (HI) darauf hin, dass der Zugang zu Menschen mit Behinderung, Schwerverletzten oder alten Menschen stetig schwieriger wird. Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung in immer mehr Regionen, in denen die Sicherheitslage schlecht ist. Die Arbeit wird gefährlicher.