Co-Preisträger Friedensnobelpreis

WHO-Resolution zu Gesundheitsversorgung

Rechte von Menschen mit Behinderung Vorsorge und Gesundheit
International

Während der jährlichen Vollversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHA) vom 24. Mai bis 1. Juni 2021 wird über die Resolution „The highest attainable standard of health for persons with disabilities“ abgestimmt. Expert*innen von Handicap International waren maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt.

Junge im Rollstuhl, der von einer Physiotherapeutin mit Maske und Schutzkleidung wegen des Coronavirus betreut wird.

In Bogota bieten wir Reha-Maßnahmen für venezuelanische Geflüchtete mit Behinderung an. | © Juan Manuel Vargas/HI

Ziel der Resolution ist eine verbesserte allgemeine Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderung. Dazu gehören nicht nur ein funktionales Gesundheitssystem, ausreichend geschultes Personal und bezahlbare Medikamente. Vielmehr muss sich die allgemeine Gesundheitsversorgung – wie der Name schon sagt – in ihrem Angebot an alle Menschen richten und auch in Situationen humanitärer Notlagen oder Pandemien auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen eingehen.

Hierfür müssen Menschen mit Behinderung nicht nur an Entscheidungen beteiligt werden, ihnen müssen vielmehr zentrale Rollen in der Entwicklung von Programmen und Projekten zugesprochen werden.

Die wichtigsten Forderungen der Resolution an die Staatengemeinschaft:

  • Abbau von Grenzen, die Menschen mit Behinderung den Zugang zu allgemeiner Gesundheitsversorgung erschweren
  • Angebot an gleichwertigen und bei Bedarf spezialisierten medizinischen Angeboten für Menschen mit Behinderung
  • Verbesserung der Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Maßnahmen der Rehabilitation
  • Erhebung von spezifischen Gesundheitsdaten für und von Menschen mit Behinderung, um Bedürfnisse besser identifizieren zu können,
  • Wahrung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderung
20 Mai 2021
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Jahresbericht 2021
S. Wohlfahrt / HI
Öffentlichkeitsarbeit

Jahresbericht 2021

Unsere Bilanz für 2021
 

Das Jahr 2021 war geprägt durch die schweren Folgen des Klimawandels, durch anhaltende gewalttätige Konflikte und weiterhin durch die nicht endende Corona-Pandemie. Dank großartiger Solidarität und Spendenbereitschaft konnten wir die guten Ergebnisse aus dem Jahr 2020 abermals übertreffen und finanzierten 2021 insgesamt 452 Projekte in 62 Ländern.

Streubomben Monitor 2022
© Till Mayer / HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Streubomben Monitor 2022

Mindestens 689 ukrainische Zivilisten Opfer von Streubomben
In der Ukraine wurden im ersten Halbjahr 2022 mindestens 689 Zivilisten und Zivilistinnen Opfer von Angriffen mit Streubomben. Dies geht aus dem neuesten Streubomben Monitor 2022 hervor, der am 25. August in Genf veröffentlicht wird.

Welttag der Humanitären Hilfe: Zugang zu gefährdeten Menschen immer gefährlicher
© Erwan Rogard/HI
Nothilfe

Welttag der Humanitären Hilfe: Zugang zu gefährdeten Menschen immer gefährlicher

Angesichts der anhaltenden Verschlechterung der weltweiten humanitären Lage weist die Hilfsorganisation Handicap International (HI) darauf hin, dass der Zugang zu Menschen mit Behinderung, Schwerverletzten oder alten Menschen stetig schwieriger wird. Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung in immer mehr Regionen, in denen die Sicherheitslage schlecht ist. Die Arbeit wird gefährlicher.