Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

 

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© B. Van Maele / HI

 

Risikoaufklärung

 

Handicap International hat allein im letzten Jahr zahlreiche Projekte zur Risikoaufklärung in fast 20 Ländern durchgeführt. Darunter in Krisengebieten wie in der Ukraine, Gaza und Syrien.

 
 

Gefahren erkennen lernen: Risikoaufklärung

Angesichts vieler aktueller Kriege und langanhaltender Konflikte ist die Aufklärung über Blindgänger und explosive Kriegsreste oftmals überlebenswichtig. Handicap International hat allein im letzten Jahr die Zivilbevölkerung in fast 20 Ländern über die Gefahren aufgeklärt. Darunter die Menschen in der Ukraine, im Gazastreifen oder in Syrien.

Die Gefahr lauert auf Feldern, im eigenen Garten, im Schutt eingestürzter Häuser oder ganz perfide in Spielzeug versteckt: Blindgänger oder nicht explodierte Reste von Minen oder Streubomben. Häufig trifft es Kinder. Neugierig berühren sie unbekannte Objekte, die dann plötzlich explodieren. Nicht selten mit schlimmem Ausgang wie dem Verlust von Gliedmaßen, dem Augenlicht oder sogar dem eigenen Leben.

Um Leib und Leben zu schützen, schulen wir Menschen in (ehemaligen) Kriegs- und Krisengebieten im Umgang mit gefährlichen Blindgängern.

Mit Blindgängern umgehen

Musab, HI Spezialist für Risikoaufklärung in Syrien erklärt:

„In unseren Schulungseinheiten wollen wir einfache und praktische Botschaften zur Sensibilisierung für die Risiken vermitteln. Die Menschen sollen verstehen, was zu tun ist und wie sie sich verhalten sollen, wenn sie einen Blindgänger entdecken. Unsere Kampagnen richten sich vor allem an Familien. Der Nordwesten von Syrien z.B. wurde von einer Wirtschaftskrise schwer getroffen und viele Menschen sind völlig verarmt. Das Sammeln von Altmetall ist zu einer gängigen Praxis geworden, um Geld zu verdienen. Dabei passiert es immer wieder, dass diese Menschen versehentlich auf einen Sprengsatz stoßen.“

Myroslava, 10 Jahre, Ukraine

"Im Januar 2023 habe ich einen Kurs über Krieg und Minen besucht. Das war sehr interessant. Ich habe gelernt, die verschiedenen Arten von Minen zu erkennen und was zu tun ist, wenn man eine Mine sieht: Ich muss anhalten, ruhig bleiben, vorsichtig zurückgehen, meine Mutter informieren und 101 (die Notrufnummer der Ukraine) anrufen. Diese Informationen sind sehr nützlich. Es herrscht Krieg in unserem Land. In einigen Regionen gibt es Minen und explosive Überreste. Diese Lektion war für die ganze Klasse sehr wichtig, weil wir jetzt wissen, wie wir uns in schwierigen Situationen verhalten sollen.​​​​​​​"

Risikoaufklärung bei HI in Zahlen

  • Im Jahr 2022 hat HI mehr als 47.000 Schulungsveranstaltungen zur Risikoaufklärung durchgeführt.
  • Mehr als 500.000 Menschen haben direkt von diesen Veranstaltungen profitiert.
  • In Kolumbien, Irak und der Ukraine führen wir die meisten Schulungen durch.
  • HI beschäftigt weltweit 570 Spezialistinnen und Spezialisten.

Beispielprojekte

Inna aus der Ukraine in einem zerbombten Wohnraum Inna aus der Ukraine in einem zerbombten Wohnraum Inna aus der Ukraine in einem zerbombten Wohnraum Inna aus der Ukraine in einem zerbombten Wohnraum

© M.Monier / HI

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© B. Van Maele/HI

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© HI

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