Sierra Leone (Einsatz beendet)
Das Programm von Handicap International (HI) in Sierra Leone wurde 2025 beendet.
Spielende Kinder in Sierra Leone | © F. Saracini / HI
Laufende Aktivitäten
Fast 30 Jahre lang arbeitete Handicap International in Sierra Leone, um die Lebensqualität und psychische Gesundheit von Menschen zu verbessern, die unter psychosozialem Stress litten oder mit psychischen Erkrankungen lebten.
In den letzten Jahren unseres Engagements in dem kleinen westafrikanischen Land entwickelte Handicap International gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften und Organisationen gemeindebasierte Strategien zur Bewältigung und Prävention im Bereich psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung. Ziel war es, das Wohlbefinden von Menschen in Not zu fördern, indem direkt mit den Gemeinden gearbeitet und Fachkräfte im Bereich psychische Gesundheit geschult wurden. Handicap International arbeitete zudem mit lokalen Verbänden zusammen, um das politische Engagement voranzutreiben und zur Ausarbeitung neuer Gesetze und Praktiken im Bereich psychische Gesundheit beizutragen. Wir kooperierten auch mit medizinischem Personal in Krankenhäusern, um das Bewusstsein für Inklusionsfragen zu schärfen und den Umgang mit Behinderungen zu verbessern.
Darüber hinaus stärkte Handicap International mit verschiedenen Initiativen die wirtschaftliche Inklusion (unter anderem durch inklusive Landwirtschaft) der vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen wie z.B. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit HIV und Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt. Die HI-Teams veranstalteten zudem Aufklärungssitzungen, schulten Landwirt*innen und förderten den Agrartourismus.
Neues aus den Projekten
HI-Bericht zum Weltkindertag
32 Millionen Kinder mit Behinderung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind nicht in der Schule eingeschrieben. Knapp die Hälfte der Mädchen und Jungen mit Behinderung beenden die Grundschule nicht. Viele Schulen sind nicht barrierefrei zugänglich. Es gibt kein passendes Lehrmaterial und Lehrer*innen sind nicht speziell ausgebildet. Darüber hinaus werden viele Kinder mit Behinderung von ihren Eltern nicht in die Schule geschickt. Weltweit gibt es viele Vorurteile – Millionen Kinder mit Behinderung werden diskriminiert. Auf diese Situation macht die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) mit einem Bericht aufmerksam, der am 20. November 2020 anlässlich des internationalen Weltkindertages veröffentlicht wurde. Die Untersuchungen und Erfahrungen von HI zeigen, dass nur, wenn Behörden, Zivilgesellschaft und Familien sektorübergreifend partnerschaftlich zusammenarbeiten, Barrieren wirksam abgebaut werden können.
Westafrika: Inklusion von Kindern mit Behinderung
Seit 2012 leitet Handicap International das Projekt APPEHL für die volle Teilhabe von Kindern mit Behinderung an Bildungsmaßnahmen. Unser Ziel ist es, damit die schulische Situation von 170.000 Kindern mit Behinderung in neun westafrikanischen Ländern zu verbessern. Sandra Boisseau, die unser Projekt von Dakar (Senegal) aus koordiniert, berichtet uns von den Aktionen, die bereits durchgeführt wurden, um die Barrieren im Bereich der Bildung für diese Kinder abzubauen.
Sierra Leone: Ebola ist besiegt!
Nach Liberia feiert nun auch Sierra Leone das offizielle Ende der Ebola-Epidemie auf seinem Staatsgebiet. Handicap International hat intensiv an diesem Erfolg mitgearbeitet.
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