Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Corona: Aufklärung statt Kräutertees

Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit
Bangladesch

In Bangladesch ist Handicap International (HI) weiterhin in den Flüchtlingslagern für Rohingya-Flüchtlinge im Einsatz. Neben Physio-Maßnahmen und psychologischer Unterstützung ist vor allem die Aufklärung in den überfüllten Camps wichtig.

Aufklärung über Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Aufklärung über Hygiene- und Schutzmaßnahmen | Kamal Mostafa / HI

Aufklärungsbild

Es kursieren viele Gerüchte, wie eine Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt und wie sie sich verhindern lässt. Einige Menschen glauben, dass ein Gebet oder ein spezieller Kräutertee sie vor der Epidemie schützen können. Andere fürchten, dass sie gejagt und getötet würden, falls sie daran erkranken sollten. Die HI-Teams informieren und klären die Bevölkerung darüber auf, mit welchen Maßnahmen sie sich vor dem Virus schützen können.

Physiotherapie trotz Distanz

Physiotherapie Rohingyas

Physiotherapie mit Abstand | © Ovijit Baidya / HI

Auch wenn die Anzahl der mit Covid-19 infizierten Menschen im Distrikt Cox's Bazar in Bangladesch noch nicht sehr hoch ist, fürchtet HI, dass sich das Virus in den dicht besiedelten Rohingya-Flüchtlingslagern schnell verbreiten könnte – dort leben 40.000 Menschen pro Quadratkilometer eng aufeinander. Unter diesen Bedingungen ist es besonders schwierig, die Distanz zu wahren. Trotzdem führen die Physiotherapeut/-innen weiterhin Rehabilitationsmaßnahmen für diejenigen durch, die sie dringend benötigen. Zudem bieten die HI-Teams den Bewohner/-innen der Flüchtlingscamps psychologische Unterstützung an. Sie helfen, Stresssituationen zu bewältigen und unterstützen die besonders schutzbedürftigen Menschen. Alle Teams tragen natürlich Masken, halten den vorgegebenen Mindestabstand ein und treffen die geeigneten Hygienemaßnahmen. 

26 Mai 2020
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

1 Jahr nach dem Erdbeben: Haiti immer noch stark auf Nothilfe angewiesen
© Rawley Crews/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

1 Jahr nach dem Erdbeben: Haiti immer noch stark auf Nothilfe angewiesen

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti vom 14. August 2021 benötigen tausende Verletzte weiterhin Hilfe. Das Gesundheitssystem ist schwach, zahlreiche Kliniken wurden zerstört und viele der über 12.000 Verwundeten haben weiterhin keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) unterstützt die Bedürftigsten und Schwächsten in der anhaltenden Krise.

1 Jahr Taliban-Regime in Afghanistan: Mehr Hilfe für Menschen mit Behinderung dringend notwendig
© Till Mayer/HI
Vorsorge und Gesundheit

1 Jahr Taliban-Regime in Afghanistan: Mehr Hilfe für Menschen mit Behinderung dringend notwendig

Seit der Machtübernahme der Taliban hat sich die humanitäre Lage dramatisch verschlechtert. Vor allem Menschen mit Behinderung kämpfen mit dem schlechten Gesundheitssystem und der desaströsen Wirtschaftskrise. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) macht darauf aufmerksam, dass viele Menschen Opfer von Bombardierungen oder Blindgängern sind und langfristige Unterstützung benötigen.

Madagaskar: Nothilfe für von Unterernährung bedrohte Familien
© R.CREWS/HI
Vorsorge und Gesundheit

Madagaskar: Nothilfe für von Unterernährung bedrohte Familien

Wegen der schrecklichen Dürre haben viele Menschen in Madagaskar zu wenig zu essen. Unsere Teams schulen zum einen örtliche Vertreter*innen darin, Unterernährung zu erkennen und Betroffene mit entsprechenden Therapien zu versorgen. Zum anderen unterstützen sie unternährte Kinder wie Nasolo, um die dramatischen Folgen zu überwinden.