Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Gaza: Handicap International liefert Hilfsgüter per LKW

Nothilfe
Palästinensische Gebiete

Fast 2 Millionen Menschen wurden bislang aus ihrem Zuhause vertrieben und viele von ihnen mussten all ihre Habseligkeiten zurücklassen. Unsere Logistikexperten durften bisher mit acht Lastwagen in den Gazastreifen fahren.  14.000 Hilfsartikel wurden verteilt, darunter Rollstühle und Verbandsmaterial – eine wichtige Unterstützung, doch noch viel zu wenig für die große Anzahl an Hilfesuchenden.

HI-Lkw am Grenzübergang Rafah auf dem Weg zum HI-Lager.

HI-Lkw am Grenzübergang Rafah auf dem Weg zum HI-Lager. | © HI

Nach vielen Tagen des Wartens und langwierigen Verhandlungen bedeutet die Ankunft der Lastwagen im Gazastreifen nun einen Funken Hoffnung für mehrere hundert Menschen. Die jüngsten Lieferungen enthalten 432 Rollstühle,  250 Krücken und 150 Krückenaufsätze für Menschen mit Behinderung oder schweren Verletzungen. Außerdem lieferten wir 12.942 medizinische Kits (Verbände, Erste-Hilfe-Kits, Kompressen) zur Behandlung von Verletzungen.
Weitere 430 Hygienesets und 150 Sets mit Toilettenartikeln wurden an vertriebene Familien verteilt, die in den Notunterkünften leben.
 

Abgeschnitten von lebenswichtiger Versorgung

Seit Ausbruch der Gewalt ist die Bevölkerung des Gazastreifens von der Grundversorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Strom, Telekommunikation und Treibstoff abgeschnitten. Die Lieferung von Hilfsgütern ist lebensnotwendig, insbesondere für Menschen mit Behinderung und Verletzte, die häufig keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten.
Handicap International hat in den vergangenen zwei Monaten bereits fast alle humanitären Hilfsgüter verteilt, die in den drei Notlagern in Gaza gelagert waren. Rund 3.500 Menschen konnte damit geholfen werden.
 

Mehr humanitäre Hilfe für Gaza notwendig

Die gelieferten Hilfsgüter versorgen einen kleinen Teil der betroffenen Bevölkerung, doch reicht dies bei weitem nicht aus. HI ist nach wie vor besorgt über den fehlenden sicheren Zugang für humanitäre Hilfe und die begrenzte Anzahl von Lastwagen, die täglich in den Gazastreifen einfahren können. Eine sichere, schnelle und ungehinderte Durchfahrt für humanitäre Akteure und Hilfsgüter ist dringend erforderlich. Alle verfügbaren Grenzübergänge sollten befahrbar sein, damit die Hilfsgüter im gesamten Gebiet des Gazastreifens ankommen. 

5 Januar 2024
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Weltflüchtlingstag: Einer von vier Menschen, die HI unterstützt, ist geflüchtet
© HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Weltflüchtlingstag: Einer von vier Menschen, die HI unterstützt, ist geflüchtet

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni machen wir darauf aufmerksam, dass 25 % der von uns unterstützten Menschen vertrieben wurden. Dieser hohe Prozentsatz ist vor allem auf bewaffnete Konflikte und die Folgen des Klimawandels zurückzuführen.
Von den 2,6 Millionen Menschen, die im Jahr 2023 weltweit von HI unterstützt wurden, sind 330.000 Flüchtlinge und 310.000 Binnenvertriebene.

Verwundeter Junge aus Sudan will wieder laufen
© T. Shelton / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Verwundeter Junge aus Sudan will wieder laufen

Abdellatif wurde im Sudan angeschossen und schwer verletzt. Danach fühlte er seine Beine nicht mehr und war von der Hüfte abwärts gelähmt. Seine verzweifelte Familie flüchtete mit dem Jungen in den Tschad, wo er in einer Klinik operiert werden konnte. Das HI-Team unterstützt ihn seitdem mit Physiotherapie. Abdellatif übt jeden Tag und kann nun seine Beine schon ein kleines bisschen fühlen.

DR Kongo: HI liefert lebenswichtige Güter
© HI
Nothilfe

DR Kongo: HI liefert lebenswichtige Güter

Die Gewalt in der Region Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo eskaliert. Rund 2,6 Millionen Menschen benötigen Unterstützung. Krankenhäuser, Schulen und Flüchtlingslager werden direkt angegriffen. Es fehlt an Wasser, Lebensmittel und Medikamenten. Unsere Teams versorgen die Menschen mit lebenswichtigen Gütern, Rollstühlen und Prothesen.