Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Handicap International verurteilt die Bombardierung einer Schule in Syrien

Minen und andere Waffen
Syrien

Mehr als 30 Menschen, darunter 22 Kinder, wurden laut UNICEF bei einem Bombenangriff auf eine Schule im Nordwesten Syriens am Mittwoch, 26. Oktober, getötet.

Ein zerstörtes Auto liegt in Trümmern

Archivbild aus der massiv zerstörten syrischen Stadt Kobane | © Ph. Houliat / Handicap International

"Diese Bombenangriffe, die auch eine Schule getroffen haben, sind inakzeptabel", so Jean-Pierre Delomier, Direktor der Humanitären Hilfe von Handicap International. "Nichts rechtfertigt Angriffe auf die Zivilbevölkerung - erst recht nicht auf Kinder. Handicap International appelliert an alle beteiligten Parteien des Syrienkonflikts, sofort mit dem Einsatz von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten aufzuhören."

Wir verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste. Angriffe auf die Zivilbevölkerung stellen eine Verletzung internationalen Rechts dar. In Syrien werden explosive Waffen massiv in dicht bevölkerten Gebieten eingesetzt. Dabei schaden sie den Menschen sofort und auch auf lange Sicht. Die Leidtragenden sind sofort und auf lange Sicht vor allem Zivilistinnen und Zivilisten.

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

Jetzt Petition "Keine Bomben auf Wohngebiete" unterzeichnen

28 Oktober 2016
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Ukraine: Rehabilitation gibt Lidiya Hoffnung
© L. Hutsul / HI
Minen und andere Waffen Rehabilitation und Orthopädie

Ukraine: Rehabilitation gibt Lidiya Hoffnung

Lidiya blickt auf ihren Garten. Dort, wo früher Blumen blühten und Obstbäume standen, liegen heute Trümmer. Ihr Zuhause in Charkiw wurde bei einem Drohnenangriff zerstört. Dass die 77-Jährige heute überhaupt wieder vor den Ruinen stehen kann, verdankt sie der Reha von Handicap International. Denn nach dem Angriff konnte sie monatelang nicht einmal ihr Bett verlassen.

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?
© HI
Minen und andere Waffen

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?

Minen töten und verstümmeln jahrzehntelang – auch wenn der Krieg längst vorbei ist. Rund 90 Prozent der Opfer kommen aus der Zivilbevölkerung. Dennoch sind Landminen wieder auf dem Vormarsch: massiver Einsatz in bewaffneten Konflikten, Rückzug von fünf Staaten aus dem Ottawa-Verbotsvertrag, neue Minenproduktion, mehr Minenopfer. Gary Toombs, HI-Experte für Minenräumung erklärt, warum Minen so gefährlich sind und wie sich Staaten besser schützen können.

Niger: Doppelte Krise - Gewalt und Klimakatastrophen
© I. Abdoulaye / HI
Minen und andere Waffen Vorsorge und Gesundheit

Niger: Doppelte Krise - Gewalt und Klimakatastrophen

In Niger kämpfen die Menschen nicht nur mit Überflutungen und Dürren, sondern auch mit den Folgen der Angriffe bewaffneter Gruppen. Hundertausende mussten fliehen, ganze Regionen sind mit Minen verseucht. Viele Menschen haben nicht genug zu essen, und besonders Menschen mit Behinderung werden oftmals übersehen. Doch unsere Teams haben schon Zehntausenden geholfen und viele Leben gerettet.