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Hungersnot in Sudan

International Tschad

Die Lage der Zivilbevölkerung in Sudan ist dramatisch. In Teilen des Landes wurde eine Hungersnot ausgerufen. Der andauernde Konflikt zwischen rivalisierenden Gruppen führt zu Massenvertreibungen und einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. 11 Millionen Menschen wurden bereits vertrieben, darunter rund 3 Millionen Kinder. Fast 25 Millionen Menschen brauchen Hilfe.

Ein verletzter Junge sitzt auf einem Zeltboden mit anderen Kindern und älteren Frauen.

Am 15. April 2023 brach im Sudan ein bewaffneter Konflikt aus. Ab Mai 2023 wurden Teams von HI im Osten des Tschad mobilisiert, um sudanesische Flüchtlinge zu unterstützen und zu versorgen. | © M. Degue Mohassingar / HI

Die medizinische Versorgung ist in einigen Regionen komplett zusammengebrochen. Hilfslieferungen kommen kaum bei den Betroffenen an. Es mangelt an Nahrungsmitteln, Wasser und sanitären Einrichtungen. Viele Menschen sind verletzt und traumatisiert. Handicap International (HI) kümmert sich besonders um die Schwächsten, wie Menschen mit Behinderung, die nur schwer Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Mit einem lokalen Partner versucht HI ihnen zu helfen und einen besseren Schutz für diese Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. 

So hilft Handicap International

Aufgrund der katastrophalen Lage im Sudan fliehen viele Menschen in die Nachbarländer wie den Tschad oder den Südsudan. In den ersten Monaten seit Ausbruch des Konflikts haben allein mehr als 560.000 Menschen die Grenze zum Tschad überquert, in der Hoffnung, dort Zuflucht, Schutz sowie medizinische und psychologische Hilfe zu finden. Doch auch hier können die vielen Flüchtlinge häufig nur notdürftig versorgt werden. Die Teams von Handicap International helfen hier derzeit mit Rehabilitations-Maßnahmen und psychologischer Betreuung, um Verletzte zu behandeln und erste psychologische Hilfe zu leisten. Unsere Teams arbeiten vor allem in der Grenzregion Adré, hauptsächlich in den Flüchtlingslagern und im Krankenhaus von Adré. Um zu verhindern, dass Hunderte von Menschen bleibende Behinderungen davontragen, ist eine medizinische und physiotherapeutische Versorgung unerlässlich.
 

 

7 August 2024
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