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Hurrikan Matthew in Haiti: Überlebende berichten

Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Haiti

Infolge des Hurrikans Matthew, der am 4. Oktober 2016 Haiti verwüstete und tausende Menschen betraf, hat Handicap International viele Fachkräfte für Physiotherapie mobilisiert, um den Verletzten zu helfen. Über 240 Menschen haben wir seither mit physiotherapeutischen Übungen begleitet. Carole und Lorestal, zwei Überlebende des Hurrikans, erzählen:

Lorestal mit seinen neuen Krücken.

Hurrikan Matthew hat Lorestal schwer am Knie verletzt. | Handicap International

Carole lebt im Departement Sud in einer ländlichen Gegend. Ihre Lebensbedingungen sind sehr bescheiden. „Hurrikan Matthew hat mein Haus komplett zerstört. Ich bin zu einer Freundin geflüchtet und dort lebe ich jetzt mit meiner Mutter und einem meiner Kinder. Ich wurde stark am rechten Oberschenkel verletzt und konnte nicht mehr laufen. Dank der Hilfe von Handicap International habe ich eine Reha machen können und Krücken bekommen. Heute lerne ich, wieder wie früher zu laufen.“

Carole lernt wieder, wie früher zu laufen.

Lorestal lebt in der der Stadt Les Cayes im Departement Sud. Als Opfer des Hurrikans erzählt er: „Bei der Katastrophe wurde ich am Knie verletzt. Ich hatte dort schon vorher Arthritis und seither fällt es mir schwer, mich fortzubewegen. Ich lebe mit meiner Frau und einem meiner Kinder in einem nur drei Quadratmeter großen Zelt. Die Region ist sehr isoliert und weit weg von den Gesundheitszentren. Zum Glück habe ich im Dezember Handicap International getroffen und Physiotherapie sowie Krücken bekommen. Jetzt möchte ich gerne Brot verkaufen und so ein kleines Einkommen verdienen.“

 

Daten und Fakten (Mai 2017): Alle Aktivitäten im Rahmen der Nothilfe sind beendet
 


Rehabilitation und psychosoziale Unterstützung:

Über 240 Menschen haben Physiotherapie erhalten.
750 Menschen haben an Veranstaltungen über sozialen Zusammenhalt teilgenommen und über 180 Menschen haben psychologische Nothilfe in Anspruch genommen.

Verteilung von Nothilfesets und Haushaltsartikeln:

Rund 1.000 Nothilfesets (mit Handwerkszeug) und Haushaltsartikel (Solarlampen, Kanistern, Moskitonetzen etc.) wurden im Departement Nippes an mehr als 4.700 Menschen verteilt.

Inklusion der Schutzbedürftigsten:

Handicap International hat zahlreiche Schutzbedürftige in den Gemeinden ausfindig gemacht. Wir stellen sicher, dass sie Zugang zu humanitären Leistungen haben (Gesundheitsversorgung, Rehabilitationsmaßnahmen etc.).

Logistische Plattform:

1 Logistik-Plattform wurde von Atlas Logistique/Handicap International in den Städten Les Cayes und Jérémie betrieben.
Dank einer Flotte von 40 LKWs und 10 Schiffen organisierten wir 108 Transporte auf dem Landweg und 14 Transporte auf dem Seeweg. So konnten über 270 Tonnen an materiellen Gütern anderer Partnerorganisationen (Medair, UNASCAD, Solidarité International, DIAKONIE, UNDP) zur Bevölkerung gebracht werden, die in den abgelegenen Gegenden lebt.

Aufräumarbeiten:

Handicap International organisierte 300 Touren von Kipplastwagen für die Aufräumarbeiten von insgesamt 2871 Tonnen an Trümmern, das entspricht 1689 Kubikmeter, über eine Strecke von 1495 km in den Kommunen von Jérémie, Anse d’Hainault, Baumont und Morron.

13 Juni 2017
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