Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Kummerkasten für Corona-Betroffene

Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung
Uganda

Menschen mit Behinderung sind auch in Uganda von der Corona-Pandemie besonders betroffen. 

Gesundheitspersonal versammelt sich für eine Schulung über Wasserversorgung und Hygienemaßnahmen.

Gesundheitspersonal versammelt sich für eine Schulung über Wasserversorgung und Hygienemaßnahmen. | Photo: © Tiko/HI

Barrierefreier Zugang zu Informationen

Oftmals erreichen sie wichtige Informationen nicht, ihre meist prekären Jobs sind schnell gefährdet und ihr Zugang zu humanitärer Hilfe häufig nicht barrierefrei. So haben wir zusammen mit lokalen Organisationen verschiedenste Maßnahmen umgesetzt: Wir haben Radioprogramme produziert, um über die Pandemie aufzuklären. Außerdem haben wir wichtige Informationen in Gebärdensprache übersetzt und gehen ganz konkret auf ältere und besonders gefährdete Menschen zu, um sie zu unterstützen. Wir vermitteln zeitlich befristete Jobs, um die schwierigste Zeit zu überbrücken, und helfen mit finanzieller Hilfe bei Nahrungsmitteln und Medikamenten. 

 

Kummerkasten und Telefonseelsorge

Mit einer Telefonseelsorge, einem Kummerkasten und einer Meldestelle geben wir den Menschen die Möglichkeit, sich mit ihren Sorgen an qualifizierte Fachkräfte zu wenden. Viele sind angesichts der wirtschaftlichen Folgen besonders bedrückt. Die Corona-Pandemie hat die Situation besonders schutzbedürftiger Personen und Menschen mit Behinderung zusätzlich verschlechtert. Auch wenn die Inzidenzzahlen weiter zurückgegangen sind, sind nur 9 Prozent der Menschen in Uganda geimpft – die meisten haben Angst vor der Impfung – viel Unwissen und Falschnachrichten werden verbreitet. 
Bisher konnten unsere Teams zusammen mit anderen Organisationen rund 60.000 Menschen helfen. Außerdem unterstützen wir über 200 Gesundheitsinstitutionen, Behindertenorganisationen sowie lokale Gemeinden und führen Hygieneschulungen durch.

    

21 Dezember 2021
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Nepal: Langfristige Hilfe nach der Sturzflut
© HI
Nothilfe

Nepal: Langfristige Hilfe nach der Sturzflut

Nach den schweren Überschwemmungen in Nepal ist unser Team vor Ort und unterstützt Menschen, die alles verloren haben, vor allem Verletzte, Menschen mit Behinderungen und Kinder. Im Mittelpunkt stehen dringende Reha-Maßnahmen und psychosoziale Unterstützung für die unzähligen traumatisierten Menschen. Zudem konnten wir bereits Rollstühle und Krücken an die Bedürftigsten verteilen.

Nothilfe Nepal: HI kümmert sich um besonders gefährdete Menschen
© H
Nothilfe

Nothilfe Nepal: HI kümmert sich um besonders gefährdete Menschen

Einige Tage nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal ist die Lage weiterhin dramatisch. Fast 1.000 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 4.400 werden vermisst. Viele Regionen sind noch immer schwer zugänglich. Unsere Nothilfe-Teams sind vor Ort, verteilen Hygiene-Sets, kümmern sich um verletzte und behinderte Menschen und unterstützen die Traumatisierten psychologisch.

Nepal: Nothilfe nach verheerenden Fluten
© PRAKASH MATHEMA / AFP
Nothilfe

Nepal: Nothilfe nach verheerenden Fluten

Eine verheerende Flut aus Eis, Schlamm und Geröll hat im Norden Nepals ganze Dörfer zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Handicap International (HI) bereitet Nothilfe-Maßnahmen vor, um die betroffene Bevölkerung schnell zu unterstützen, unter anderem mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden.