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DR Kongo: Mit einer Prothese zurück ins Leben

Minen und andere Waffen Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Demokratische Republik Kongo

Nach einer Explosion in Nord-Kivu verlor Espoir sein Bein und seine Freunde. Anschließend musste er vor der Gewalt in seiner Heimatstadt Kitshanga fliehen. Seine Eltern hat er seitdem nie mehr gesehen. Doch er gibt nicht auf: Dank einer Prothese von Handicap International kann er wieder zur Schule gehen und träumt von einer besseren Zukunft.

Ein junger Mann hat eine Beinprothese und hält in einer Hand eine Krücke.

Espoir – sein Name bedeutet "Hoffnung" – hat dank seiner Prothese von HI neue Perspektiven und Hoffnung für die Zukunft gewonnen. | © E. N'Sapu / HI

„Ich dachte, ich müsste sterben": Überleben im Chaos des Konflikts

Plötzlich war alles anders für Espoir Bushoko Prince, der aus der vom Krieg zerrütteten Region Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo stammt. Vor zwei Jahren war Espoir mit fünf Freunden auf dem Weg zu den Feldern, als ein Blindgänger plötzlich explodierte.

„Wir waren zu sechst. Drei meiner Freunde waren sofort tot, die anderen beiden verloren Hände und Beine. Auch ich habe mein Bein verloren“, erinnert sich Espoir sichtlich traumatisiert.

Doch die schweren Verletzungen sind nicht alles. Ein Jahr nach der Explosion zwangen bewaffnete Gruppen Espoir und seine Familie, aus ihrer Heimatstadt Kitshanga zu fliehen.

„Meine Geschwister und ich waren drei Tage zu Fuß unterwegs, ohne zu wissen, wohin wir gehen sollten. Ich fiel immer hinter den anderen zurück und hörte Schüsse und Explosionen. Ich dachte, ich müsste sterben.“ 

Schließlich erreichten Espoir und seine Geschwister ein Flüchtlingslager in Goma. Doch von seinen Eltern, von denen er bei dem Angriff getrennt wurde, fehlt bis heute jede Spur.

Ein neues Leben mit Prothese

Im Lager Rusayo traf Espoir auf Teams von Handicap International (HI). Sie kümmerten sich um ihn, versorgten seinen Stumpf und bald darauf wurde ihm eine Prothese angepasst – ein Wendepunkt, der sein Leben komplett veränderte.

„Eine Woche später bekam ich meine Prothese – HI hat alle Kosten übernommen. Ich dachte, mein Leben sei vorbei, aber jetzt kann ich wieder zur Schule gehen“, freut er sich.

Espoir hat große Träume: Er möchte viel lernen und sich dadurch ein besseres Leben ermöglichen. „Ich möchte Geld verdienen, gut essen und ein besseres Leben führen.“ Espoir lässt sich von seinen Verlusten nicht entmutigen und arbeitet entschlossen an seiner Zukunft. Dank der Prothese von HI hat er neue Perspektiven gewonnen und schaut hoffnungsvoll nach vorn. Das zeigt, wie wichtig schnelle und nachhaltige Hilfe in Kriegsgebieten ist.

 

 

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18 Dezember 2024
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